Arbeit Nullrunde bei IT-Gehältern


IT-Gehälter verharren laut einer Studie der Zeitschrift Computerwoche im Vergleich zum Vorjahr auf gleichbleibenden Niveau. Dabei gibt es nur wenige Einkommensunterschiede zwischen großen und mittelständischen Betrieben.

Die Einkommen der IT-Mitarbeiter in mittelständischen Unternehmen stagnieren. Das ergibt die zum zweiten Mal durchgeführte Studie über Gehälter im IT-Mittelstand, die die Zeitschrift "Computerwoche" gemeinsam mit der Unternehmensberatung Towers Perrin erstellt hat.

Einer der wenigen Gewinner der diesjährigen Gehaltsrunde sind die Einsteiger im IT-Beratungsumfeld. Durchschnittlich bekommen diese 41.000 Euro pro Jahr, was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von über zehn Prozent bedeutet. Andere Berufsgruppen in der IT, beispielsweise der Juniorprogrammierer (41.000 Euro) oder Datenbankexperte (32.000 Euro) verdienen ebenso viel wie im Vorjahr. Bei den Programmierprofis und Netzwerk-Spezialisten sieht es nicht anders aus. Mit 49.000 Euro bzw. 60.000 Euro Jahresgehalt müssen beide Berufsgruppen ebenfalls eine Nullrunde hinnehmen.

Kleine Firmen zahlen mindestens genauso gut

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass sich viele IT-Gehälter mittelständischer Unternehmen denen der größeren Firmen immer mehr annähern. Zum Beispiel erreicht in einem großen Betrieb mit mehr als 300 Millionen Umsatz die IT-Nachwuchskraft ein ähnlich hohes Gehalt wie im Mittelstand, nämlich durchschnittlich 42.000 Euro. Das Einkommen von jungen Entwicklern liegt im mittelständischen Firmen wie auch in Konzernen um 44.000 Euro. Auch bei IT-Fachkräften mit größerer Berufserfahrung sind die durchschnittlichen Jahresgehälter wenig unterschiedlich, wobei zum Teil in kleineren Firmen sogar geringfügig mehr gezahlt wird. So bekommen IT-Berater dort im Durchschnitt ein Jahresgehalt von 69.000 Euro, in größeren Firmen verdienen sie etwa 68.000 Euro. Nur wenige Berufsgruppen kommen bei größeren Firmen finanziell besser weg: Der Programmierer etwa bekommt dort mit 59.000 Euro im Jahr fast 20 Prozent mehr als das mittelständische Pendant (49.000 Euro).

Generell sehen für alle IT-Beschäftigte die Prognosen der Gehaltsexperten für die nächste Gehaltsrunde gut aus. Dirk Ewert, Vergütungsexperte bei Towers Perrin, geht davon aus, dass es nach der Zeit der Konsolidierung und Stabilisierung es bei zukünftigen Gehaltsverhandlungen wieder ein Zuwachs von durchschnittlich drei Prozent geben wird.


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