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Arbeitsmarkt: Job auf Zeit

Deutsche stehen befristeten Arbeitsverträgen kritisch gegenüber. Dennoch sagt ein Viertel "Ja" zum Job auf Zeit.

Knapp ein Drittel der Europäer akzeptieren, dass Unternehmen besonders in Zeiten schlechter Konjunktur neue Mitarbeiter nur ungern langfristig an sich binden wollen. Die große Mehrheit der Angestellten in Europa sieht Zeitverträge allerdings kritisch: 74 Prozent aller deutschen und 69 Prozent aller europäischen Angestellten lehnen zeitlich befristete Arbeitsverträge ab. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage des Karriereportals Jobpilot. Befragt wurden 6.726 Männern und Frauen aus acht europäischen Ländern.

Besonders in Deutschland herrscht gegenüber Zeitarbeit noch großes Misstrauen: 13 Prozent der Angestellten gaben an, sie bekämen Angst beim Gedanken an einen befristeten Vertrag. 17 Prozent lehnen diese Art der Beschäftigung sogar kategorisch ab. 44 Prozent würden eine solche Tätigkeit zwar annehmen, aber nur notgedrungen. Lediglich 26 Prozent der Angestellten in Deutschland begrüßen Zeitverträge.

Zeitlich limitierte Arbeit nur zwangsläufig annehmen

Die Ergebnisse in Deutschland spiegeln eine ungefähre europäische Geisteshaltung zum Thema Zeitarbeit. Zwar sind die Franzosen dem Thema besonders positiv gegenüber eingestellt, 50 Prozent der Beschäftigten bejahen zeitgebundene Jobs. Aber in Großbritannien, Österreich, Polen, der Schweiz, Tschechien und Ungarn stimmen auch nur zwischen 24 und 32 Prozent der Befragten einem Zeitvertrag zu.

Ähnlich wie Deutsche würden auch in Österreich 43 Prozent der Angestellten zeitlich limitierte Arbeit eher zwangsläufig annehmen. In den anderen Nationen liegen diese Angaben mit Werten zwischen 14 Prozent und 35 Prozent deutlich niedriger.

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