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Arbeitsrecht: Schikane am Arbeitsplatz

Es beginnt harmlos, mit kleinlichen Bewertungen, Nachäffen oder Nichtbeachtung. Und endet oft brachial mit Schikanen und Psychoterror. Mindestens 1,5 Millionen Arbeitnehmer werden in Deutschland gemobbt - häufig durch den Chef. Doch der Gemobbte ist nicht wehrlos.

Mobbing ist keine Mode-Erscheinung, sondern ein Massenphänomen: Nach einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) werden rund 1,5 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland am Arbeitsplatz systematisch benachteiligt und gedemütigt, kurz "gemobbt". Möglicherweise ist diese Zahl noch zu niedrig, da es vielen Mobbingopfern schwerfällt, sich selbst dies Problem am Arbeitsplatz einzugestehen.

Systematische Erniedrigung

Tatsächlich realisieren viele Arbeitnehmer erst spät, dass sich gelegentliche Kritik, kleinere Auseinandersetzungen und Sticheleien zu systematischer Erniedrigung verdichtet haben. Da Gegenwehr vor allem in einem frühen Stadium Aussicht auf Erfolg hat, sollten potenziell Betroffene typische Anzeichen für Mobbing aufmerksam registrieren, rät die BAuA. Akuter Handlungsbedarf besteht, wenn mehrere Merkmale zutreffen.

So wurden der BAuA-Untersuchung zufolge gut sechs von zehn Mobbingopfern am Arbeitsplatz mit der Verbreitung von Gerüchten und Unwahrheiten über ihre Person konfrontiert, 57 Prozent sahen ihre Arbeitsleistung kontinuierlich falsch bewertet und 52 Prozent wurden wichtige Informationen vorenthalten. Seltener ist das offensichtliche Mobbing. Über die bewusste Ausgrenzung aus dem Kollegen- oder Abteilungskreis berichteten beispielsweise 40 Prozent der Befragten, über Beleidigungen 36 Prozent. Zu Arbeitsbehinderungen kam es bei jedem vierten, zum Entzug von Arbeitsaufgaben bei knapp jedem fünften Mobbingopfer.

Täter direkt ansprechen

Wer sich als Mobbingopfer identifiziert, kann zunächst den Täter direkt ansprechen. Sofern es einen konkreten Grund für die Attacken gibt, lässt sich möglicherweise eine Einigung finden. In anderen Fällen hat die direkte Gegenwehr selten Erfolg: Nach wissenschaftlichen Untersuchungen führe die direkte Ansprache des Konflikts nur in einem von fünf Fällen zum Ende des Mobbings, berichtet die BAuA.

Scheitert die Aussprache, sollten Betroffene so schnell wie möglich nach Verbündeten im Kollegenkreis suchen. Ist das nicht möglich, weil das Mobbing von mehreren oder sogar allen direkten Mitarbeitern ausgeht, sind die nächsten Ansprechpartner der Betriebs- oder Personalrat, Vorgesetzte oder auch die Gewerkschaft. In etwa vier von zehn Fällen ist der Täter allerdings ein direkter Vorgesetzter, so dass Betroffene entweder gar keinen Ansprechpartner für eine Beschwerde haben oder gleich die nächste Hierarchieebene anrufen müssen - eine Hemmschwelle, vor der viele zurückschrecken.

Wenigstens Schmerzensgeld erklagen

Das letzte Mittel gegen Mobbing ist die Klage vor Gericht. Zwar lässt sich das Wohlverhalten von Kollegen oder Vorgesetzten auch nicht durch einen Richterspruch erzwingen, zumindest aber die Anerkennung als Mobbingopfer und damit Schmerzensgeld durchsetzen. Aussicht auf Erfolg besteht aber nur dann, wenn Kläger eine andauernde und systematische Erniedrigung belegen können. Eine einmalige, unberechtigte Verdächtigung am Arbeitsplatz ist demgegenüber noch kein Mobbing. Das gilt auch dann, wenn der Vorwurf, im konkreten Fall eine vermutete Alkoholabhängigkeit, schwerwiegend ist (Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 7. November 2006, AZ: 9 Sa 444/06). Übrigens können Mobbingopfer auch von ihrem Arbeitgeber Schmerzensgeld fordern, wenn dieser nichts gegen die ständigen Erniedrigungen unternimmt. Allerdings können Betroffene nicht verlangen, dass Mobber entlassen werden (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 25. Oktober 2007, AZ: 8 AZR 593/06).

Hendrik Roggenkamp/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(