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Existenzgründung Ich-AG: expandieren und Mitarbeiter einstellen


Wer eine bezuschusste Ich-AG betreibt, soll auch Mitarbeiter einstellen können. Das bisherige Beschäftigungsverbot wurde fallen gelassen.

Wer eine bezuschusste Ich-AG betreibt, soll auch Mitarbeiter einstellen können. Das bisherige Beschäftigungsverbot wurde fallen gelassen, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschafts- und Arbeitsministeriums heute auf Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der «Berliner Zeitung». Die neue Bestimmung ist im kürzlich verabschiedeten Gesetz zur Förderung von Kleinunternehmen enthalten und soll rückwirkend zum 1. Januar 2003 gelten. Das Gesetz muss allerdings noch vom Bundespräsidenten unterzeichnet werden.

Im Krankheitsfall keine Vertretung

Mit der Ich-AG, die zum Hartz-Paket der Arbeitsmarktreformen gehört, soll Arbeitslosen der Sprung in die Selbstständigkeit erleichtert werden. Sie erhalten Zuschüsse für ihre Beitragszahlungen zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung: im ersten Jahr sind es monatlich 600 Euro, im zweiten Jahr 360 Euro und im dritten Jahr monatlich 240 Euro. Nach bisheriger Gesetzeslage durften Ich-AGler nur mithelfende Familienangehörige beschäftigen. Die Einkommensgrenze für die Ich-AG liegt bei 25.000 Euro im Jahr.

Die Gesetzesänderung erfolgte, weil sich die Fälle häuften, dass Alleinunternehmer im Krankheitsfall keine Vertretung einsetzen konnten. Nun ist auch die Anstellung einer Aushilfe problemlos möglich. Das Wirtschaftsministerium hofft, dass die Neuregelung letztlich auch zu mehr Beschäftigung führt. Seit Jahresbeginn bewilligte die Bundesanstalt für Arbeit den Angaben zufolge 33.660 Existenzgründerzuschüsse für Ich-AGs.

DPA

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