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Online-Händler Amazon 10.000 Mitarbeiter fürs Weihnachtsgeschäft dringend gesucht


Der Wachstumsdrang von Amazon scheint unstillbar. Immer schneller wächst der US-Onlinehändler und stößt dabei in immer neue Bereiche vor. Für das Weihnachtsgeschäft sollen jetzt 10.000 Saisonarbeiter eingestellt werden - Chance auf Übernahme nicht ausgeschlossen.

Der Online-Händler Amazon will in nächster Zeit mehr als 10.000 Mitarbeiter für das Saisongeschäft in Deutschland einstellen. Darüber hinaus sollen für neue Standorte mehr als 1000 Mitarbeiter für Kundenservice und Handelsgeschäft angeworben werden, sagte Amazon-Manager Nicholas Denissen am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. "Wir sind aktiv auf der Suche." Der Konzern gab am Vortag seine Zahlen für das zweite Quartal bekannt: Der Umsatz stieg um 51 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar (6,8 Mrd Euro).

"Um dieses Wachstum zu stemmen, brauche wir große Logistikstandorte", erklärte Denissen. Für den Versand der online bestellten Waren unterhält Amazon bislang vier Logistikzentren in Deutschland - zwei in Bad Hersfeld, eines in Leipzig und eines in Werne bei Unna. Hinzu kommen jetzt Rheinberg am Niederrhein und Graben bei Augsburg. Außerdem richtet Amazon ein Kundenservice-Zentrum in Berlin ein, für das ebenfalls Mitarbeiter gesucht werden.

Den für das Saisongeschäft vor Weihnachten eingestellten Arbeitskräften will Amazon "nach Möglichkeit auch eine Chance auf Weiterbeschäftigung" anbieten. Weltweit beschäftigt Amazon 43 200 Mitarbeiter; wie viele es in Deutschland sind, ist nicht bekannt.

International und auch in Deutschland setzt Amazon auf eine Expansion seines Angebots. Der im Juli 2010 mit 35.000 Artikeln gestartete Lebensmittelhandel umfasse inzwischen 114.000 Artikel, darunter 12.000 Kaffee- und Teeprodukte sowie 1900 Nudelprodukte, sagte Denissen. Und im E-Book-Geschäft für seine Kindle-Plattform gebe es inzwischen mehr als 35.000 deutschsprachige Titel - in Deutschland ist Amazon erst Ende April in das Geschäft mit elektronischen Buchausgaben eingestiegen.

DPA/Reuters DPA Reuters

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