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RECHT: Arbeitnehmer muss Überstunden nachweisen

Ein Arbeitnehmer muss beweisen, dass er Überstunden geleistet hat. Dies entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz. Die pauschale Behauptung, Überstunden geleistet zu haben, genügt nicht.

Ein Arbeitnehmer muss beweisen, dass er Überstunden geleistet hat. Dies entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz. Dabei genügt nach dem Richterspruch nicht die pauschale Behauptung, Überstunden geleistet zu haben.

Vielmehr müsse der Arbeitnehmer im einzelnen darlegen, wann er die Überstunden geleistet habe und ob sie der Arbeitgeber angeordnet oder zumindest mit gebilligt oder geduldet habe (Az.: 10 Sa 625/01).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Zahlungsklage eines Arbeitnehmers ab. Der Kläger hatte einen Arbeitsvertrag abgeschlossen, wonach er 20 Stunden pro Monat für den beklagten Arbeitgeber tätig sein sollte. Vor Gericht behauptete er jedoch, an mehreren Tagen Überstunden geleistet zu haben, so dass ihm noch ein Restlohn in Höhe von rund 1.200 Mark zustehe. Dies bestritt der Arbeitgeber.

Das LAG hielt daraufhin dem Kläger vor, seine Behauptungen nicht bewiesen zu haben. Wer über die übliche Arbeitszeit hinaus tätig werde, müsse bei einem Bestreiten des Arbeitgebers darlegen, an welchen Tagen und zu welchen Tageszeiten die angeblichen Überstunden angefallen seien. Ferner müsse er angeben, welche konkreten Arbeiten er in dieser Zeit habe erledigen müssen. All dies habe der Kläger nicht getan, so dass er mit seiner Klage keinen Erfolg haben könne.

dpa

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