Studie Gehälter steigen an


Deutsche Arbeitnehmer haben wieder mehr Gehalt in der Tasche. Nullrunden oder verschobene Gehaltserhöhungen waren 2004 weniger verbreitet als in den Vorjahren.

Deutsche Arbeitnehmer haben wieder mehr Gehalt in der Tasche. Nullrunden oder verschobene Gehaltserhöhungen waren 2004 laut einer Studie der Unternehmensberatung Towers Perrin weniger verbreitet als in den Vorjahren. In Deutschland kletterten die Gehälter in den Unternehmen um 2,7 Prozent, für 2005 ist ein Zuwachs von drei Prozent prognostiziert. Damit liegt Deutschland im Ländervergleich im Mittelfeld, kann aber unter Berücksichtigung der Inflation dank der relativ geringen Preissteigerung einige Plätze an Boden gut machen und kommt in diesem Jahr unterm Strich auf ein Plus von 1,1 Prozent. Der europäische Schnitt liegt nominal bei 4,4 Prozent (inflationsbereinigt 0,8 Prozent) und in den USA bei 3,5 Prozent (1,1 Prozent).

"Viele Unternehmen geben, wenn auch vorsichtig, ihre Zurückhaltung bei den Gehältern auf, müssen sie doch in der anziehenden Konjunktur ihre Leistungsträger halten und neue Mitarbeiter einstellen", erläuterte Towers-Perrin-Experte Dirk Ewert. Über kräftige Gehaltssteigerungen (nominal 6,1 Prozent) konnten sich die Berufstätigen in den osteuropäischen Ländern freuen - sie wurden aber durch die hohe Inflation größtenteils wieder aufgezehrt (plus 0,7 Prozent). In Rumänien musste die arbeitende Bevölkerung im Durchschnitt sogar einen Kaufkraftverlust hinnehmen. Die höchsten Zuwächse verzeichnete länderübergreifend das mittlere und obere Management. Befragt wurden Unternehmen aus 65 Ländern.

DPA DPA

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