Wiederwahl Mittelstand vor Ruin bewahren


Der wiedergewählte Präsident des größten deutschen Mittelstands-Verbands Mario Ohoven will mit einem steuer- und arbeitsmarktpolitischen Plan den Mittelstand vor dem Ruin bewahren.

Wie Ohoven mitteilte, sollen mit der Initiative Wirtschaftswachstum und zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Kernpunkte des Plans seien unter anderen die Senkung von Steuern und Abgabenlasten um jährlich ein Prozent, beginnend mit der Reduzierung der Arbeitslosenversicherung, der Abbau der Bürokratie, die Verbesserung der Eigenkapitalbasis des Mittelstands sowie Hilfen bei der Existenzgründung und der Unternehmensnachfolge.

Der Düsseldorfer Fonds-Manager war am vergangenen Freitag in der Mitgliederversammlung des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW) mit klarer Mehrheit für weitere vier Jahre gewählt worden. Damit sei denjenigen eine Absage erteilt worden, »die vor der Wahl versucht hatten, das Image des Vorzeigeunternehmers Ohoven zu beschädigen«, stellte der Verband in einer Erklärung fest. Der neu gewählte Vizepräsident Karl-Ulrich Kuhlo habe darauf hingewiesen, dass Ohoven den Verband durch sein »ehrenamtliches Engagement zum «Sprachrohr des Mittelstandes gemacht habe».

Mit mehr als 54.000 Mitgliedern ist der BVMW die wichtigste Vertretung des deutschen Mittelstands. Gegen Ohoven (56) war der Software-Unternehmer Peter Schimitzek unterlegen, der die Wahl als »Farce« bezeichnete und den Verband verließ. Ohoven wird von Gegnern vorgeworfen, vor allem an der Eigendarstellung interessiert zu sein.


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