Zuwanderung Green Card: Nachfrage stark gesunken


Unter dem Eindruck der Konjunkturflaute stellen deutsche Computerunternehmen nach Erkenntnissen der Bundesanstalt für Arbeit kaum noch ausländische Computerspezialisten ein.

In den vergangenen eineinhalb Jahren hätten Ausländer nur noch 3.500 so genannte Green Cards beantragt, geht aus der Statistiken der Behörde hervor.

Bis zum Januar hätten die Arbeitsämter insgesamt 13.566 Green Cards vergeben. Die Nürnberger Bundesanstalt bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". 268 Anträge seien abgelehnt worden. Green Cards werden seit August 2000 erteilt.

Die größte Gruppe unter den Ausländern stellen nach den BA-Zahlen mit 3.262 indische Computer-Experten dar, gefolgt von IT-Fachleuten aus Russland, Weißrussland, der Ukraine und den Baltischen Staaten (zusammen 1.804). Auch Rumänen machten mit knapp 900 einen großen Anteil aus. Mehr als 8.000 Green Card-Inhaber seien bei Kleinunternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten untergekommen. Rund 3.300 hätten von einem Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern einen Arbeitsvertrag bekommen.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschafts- und Arbeitsministerium, Gerd Andres (SPD), sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", die auf drei Jahre befristete Ausnahmeregelung habe "bei weitem nicht die Dimension angenommen, die von der Wirtschaft vorhergesagt worden war". Dennoch sei sie "ein voller Erfolg".


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