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Absurde Retouren: Stinkende Socken, abgenagte Knochen: Was Kunden alles im Supermarkt zurückgeben

US-Warenhäuser sind bekannt für ihre großzügigen Rückgaberegeln. Doch manche Kunden nutzen das allzu dreist aus: Sie retournieren angefressene Lebensmittel, stinkende Socken und zehn Jahre alte Staubsauger - und kommen damit auch noch durch.

Die US-Kette Costco ist bekannt für ihre großzügige Rückgabepolitik

Die US-Kette Costco ist bekannt für ihre großzügige Rückgabepolitik

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Großzügige Rückgaberegelungen sind immer ein gutes Argument beim Kunden. Die US-Warenhauskette Costco möchte da ganz vorne dabei sein. Um bei Costco einkaufen zu können, muss man kostenpflichtig Mitglied werden. Dafür bietet die Kette eine legendär lockere "Return Policiy": Abgesehen von Elektronik (nur innerhalb von 90 Tagen) und Diamanten (nur mit Original-Belegen) können Kunden fast alles bedingungslos zurückbringen, zeitlich unbegrenzt und sogar ohne Kassenzettel.

Einige Kunden reizen diese Großzügigkeit allerdings offenbar über Gebühr aus. Der "Business Insider" hat Mitarbeiter von Costco und anderen Warenhausketten nach ihren abgefahrensten Retouren gefragt - und erstaunliche Antworten erhalten.

Allein bei Costco kommt ein Sammelsurium an irrwitzigen Geschichten zusammen. So berichtet ein Mitarbeiter, er habe bereits mitbekommen, wie "stinkende Socken, ein 20 Jahre alter Kühlschrank und fleckige Matratzen" zurückgenommen wurden. 

Angeknabberte Lebensmittel und verwelkte Rosen

Überhaupt scheint das Zurückgeben von Dingen, die ihre Lebenszeit bereits hinter sich haben, kein Problem zu sein. Andere Mitarbeiter berichten von zehn Jahre alten Staubsaugern, verwelkten Rosen und dreckigen Toiletten, die fünf Jahre nach dem Kauf wieder den Weg zurück in den Laden fanden. Auch halb gegessene Lebensmittel und sogar abgenagte Knochen landen am Retouren-Schalter.

Der Grund sei, dass die Mitarbeiter Kunden mit Costco-Mitgliedschaft nur schwer abweisen könnten, berichtet ein Angestellter aus Kalifornien. Und fleht: "Bitte bringt nichts zurück, was zehn Jahre alt ist, etwa einen unechten Weihnachtsbaum." Aber auch andere Warenhäuser haben Probleme mit Kunden, die das Rückgaberecht allzu sehr ausnutzen. Ein Walmart-Mitarbeiter erzählte dem "Business Insider", er habe bereits Kunden erlebt, die "bereits getragene Unterhosen" zurückbrachten. Und ein Angestellter der Kette Target berichtet von einem T-Shirt, das so nach Zigarettenrauch gestunken habe, dass es nur noch entsorgt werden konnte.

Spaghetti im Werkzeugkoffer

Ein anderer Target-Mitarbeiter weiß von einem Kunden zu berichten, der die 90-Tage-Rückgabepolitik missbraucht habe, indem er "Weihnachtsdekoration im Wert von ungefähr 400 Dollar Ende Februar zurückgebrachte". Auch das Angebot, im Internet bestellte Waren im Laden zurückzunehmen, kann zu Schwierigkeiten führen: Ein Target-Mitarbeiter berichtet von einem Kunden, der mit einem Lieferwagen voller online bestelltem Gartenzubehör vorfuhr, sodass zehn Einkaufswagen nötig waren, um den gesamten Krempel in die Filiale zu bringen.

Manche Kunden entwickeln beim Versuch, großzügige Retourregeln auszunutzen, sogar erstaunlich kriminelle Energie. Einem Mitarbeiter der Baumarktkette Home Depot kam eines Tages ein Kunde unter, der einen Werkzeugkoffer zurückgeben wollte, aus dem er das Werkzeug herausgenommen und für sich behalten hatte. Damit dies gewichtsmäßig nicht auffiel, hatte er die wieder verschlossene Box mit Spaghetti-Packungen und Dosen-Ravioli befüllt. 

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