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Führungswechsel: Allianz-Chef Diekmann verabschiedet sich mit Gewinnplus

Nach zwölf Jahren an der Spitze verabschiedet sich Allianz-Vorstandschef Michael Diekmann mit einer positiven Bilanz aus dem Unternehmen. Seinen Posten übergibt er an Nachfolger Oliver Bäte.

2003 übernahm Michael Diekmann den Vorstandsvorsitz der Allianz

2003 übernahm Michael Diekmann den Vorstandsvorsitz der Allianz

Aufsichtsrat und Aktionäre der Allianz haben dem langjährigen Vorstandschef Michael Diekmann an seinem letzten Arbeitstag ein glänzendes Abschlusszeugnis ausgestellt. Diekmanns Bilanz nach zwölf Jahren an der Spitze sei hervorragend, sagte Aufsichtsratschef Helmut Perlet am Mittwoch bei der Hauptversammlung in München. "Sie übergeben dieses Unternehmen in einer ausgezeichneten Verfassung."

Ein Sprecher der Fondsgesellschaft Union Investment bescheinigte Diekmann eine außerordentliche Leistung und nannte ihn einen "Garanten für Verlässlichkeit". Am Donnerstag übernimmt Nachfolger Oliver Bäte die Führung des größten Versicherungskonzerns Europas. Die Allianz hatte den Führungswechsel bereits im vergangenen Jahr angekündigt.

"Es hat immer Spaß gemacht"

Europas größter Versicherer war mit einem Gewinnplus ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal legte der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast fünf Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern mitteilte. Unter dem Strich stieg der Überschuss um elf Prozent auf gut 1,8 Milliarden.

Unter Diekmann hatte sich die Allianz unter anderem von der glücklosen Tochter Dresdner Bank getrennt und die Finanzkrise damit weitgehend unbeschadet überstanden. Auch den Verkauf des verlustreichen Privatkundengeschäfts der US-Tochter Fireman's Fund brachte Diekmann in seinen letzten Monaten an der Spitze noch unter Dach und Fach. "Es war intensiv, aber es hat immer Spaß gemacht", sagte Diekmann vor tausenden Aktionären in der Münchner Olympiahalle. Eine der größten Baustellen für seinen Nachfolger Bäte bleibt der US-Vermögensverwalter Pimco, der nach einem Führungswechsel immer noch unter Mittelabflüssen leidet.

jek/DPA / DPA