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Allianz: Noch mehr Jobs auf der Kippe?

In Indien stellt der Finanzkonzern Allianz monatlich 5000 neue Mitarbeiter ein. In Deutschland sieht es nicht so rosig aus - Allianzchef Michael Dieckmann schließt einen weiteren Stellenabbau nicht aus.

Der Vorstandsvorsitzende der Allianz, Michael Diekmann, schließt einen weiteren Stellenabbau in seinem Konzern nicht aus. Der "Bild"-Zeitung sagte Diekmann: "Zurzeit planen wir keinen weiteren Stellenabbau. Wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern oder wenn durch die Gesundheitsreform weitere Einschnitte für die privaten Krankenversicherungen kommen, kann ich das ehrlicherweise nicht ausschließen."

Der Finanzkonzern hatte erst im Juni angekündigt, bis 2008 in Deutschland trotz großer Gewinne 7500 Stellen zu streichen. Bei der Tochter Dresdner Bank fallen zusätzlich knapp 2500 Arbeitsplätze weg. Gegen die Entscheidung gibt es anhaltende Proteste der Angestellten. Der Konzern hat bislang den Verzicht auf Entlassungen bis Ende 2007 zugesagt.

Kundenanstieg in Indien

Diekmann bestätigte dem Blatt, dass die Allianz in Indien derzeit pro Monat 5000 neue Mitarbeiter einstellt. Dies seien jedoch keine deutschen Jobs, die in das Land gingen. "In Indien gewinnen wir jeden Monat 400.000 neue Kunden hinzu." Von einem solchen Wachstum könne der Konzern in Deutschland nur träumen, sagte der Topmanager.

Reuters/DPA / DPA / Reuters