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Einzelhandel Amazon eröffnet erstes stationäres Gemischtwarengeschäft in Europa

Ein Amazon-Logo hängt an einem Firmengebäude
In seinem Heimatmarkt USA betreibt Amazon seit 2018 bereits 4-Star-Geschäfte
© Michel Spingler / DPA
Der Internetriese Amazon probiert sich mit immer neuen Geschäftsmodellen aus. Nun hat der Konzern einen Gemischtwarenladen in Großbritannien eröffnet.

Nach Lebensmitteln bietet der Internetriese Amazon erstmals auch Gemischtwaren in einem stationären Geschäft in Europa an.

Die Filiale der 4-Star genannten Kette in einem Einkaufszentrum nahe der südostenglischen Stadt Dartford biete unter anderem Bücher, Küchenutensilien, technische Geräte und Spielzeug, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Verkauft werden Waren, die auf der Online-Plattform mit mindestens vier von fünf möglichen Sternen bewertet werden – daher auch der Name. Dazu werden auch Bewertungen einzelner Nutzer gezeigt.

Amazon-Stores ohne Kassen

In seinem Heimatmarkt USA betreibt Amazon seit 2018 bereits 4-Star-Geschäfte. Mit dem Schritt weitet der Internetgigant sein stationäres Geschäft in Ergänzung zur Online-Präsenz weiter aus.

Bereits im März hatte Amazon in London erstmals in Europa einen Supermarkt ohne Kasse eröffnet, in dem Kameras und Sensoren wie Waagen in den Regalböden registrieren, wer welche Waren mitnimmt. Der Preis wird nach Verlassen des Ladens automatisch per App abgebucht. Mittlerweile gibt es in der britischen Hauptstadt mehrere dieser Amazon Fresh genannten Geschäfte. Auch andere Handelsketten wie Aldi testen in Großbritannien ähnliche Konzepte.

Menschen als 3D-Objekte

Die Ladenbesucher müssen eine App herunterladen und ihr Mobiltelefon an eine Schranke am Eingang halten, wie "The New York Times" berichtete. Von da an registriere die Technik mit Hilfe der Kameras und Sensoren, welche Artikel ein Käufer aus dem Regal holt und auch einpackt. Es sei nicht nötig, sie explizit in die Kameras zu halten.

Einzelhandel: Amazon eröffnet erstes stationäres Gemischtwarengeschäft in Europa

Das System komme dabei ohne Gesichtserkennung aus, betont Amazon. Die Menschen würden vom System stattdessen als 3D-Objekte wahrgenommen. Am Ausgang hält der Ladenbesucher wiederum das Mobiltelefon an eine Schranke, um auszuchecken.

Quellen:  "The New York Times", DPA

km

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