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Lebensmittel liefern lassen: Warum Amazon Fresh doch noch nicht in Deutschland startet

Die Premiere des Lebensmittellieferdiensts Amazon Fresh in Deutschland verzögert sich. Eigentlich wollte der Internethändler im April mit dem neuen Angebot in Berlin an den Start gehen. 

Amazon als Einzelhändler

In Seattle betreibt Amazon bereits ein Geschäft.

Amazon will künftig nicht nur Technik, Klamotten und Haushaltsartikel verkaufen - sondern auch frische Lebensmittel. In anderen europäischen Länden macht der Onlinehändler das bereits und hat mit dem neuen Angebot die Lebensmittelbranche mächtig aufgewirbelt. Seit Jahren wurde auch der Start in Deutschland erwartet, doch passiert ist bislang nichts. Nun hatten sich die Vorzeichen verdichtet, Insider berichteten, dass Amazon Fresh im April in Deutschland starten würde.

Amazon Fresh verzögert sich in Deutschland

Doch laut der "Lebensmittelzeitung" wird sich der Start des neuen Angebots weiter verzögern. Amazon wird wohl nicht vor Mai mit dem Frischedienst starten können. Damit verpasst der Onlinehändler das Ostergeschäft. Zunächst will Amazon den Lieferdienst testen - und zwar an den eigenen Mitarbeitern. Ein Soft-Launch für "Family and Friends" sei ab Ende April geplant, berichtet das Branchenblatt. Erst wenn Fehler, die sich bei den Abläufen zeigen werden, ausgeräumt sind, würde Amazon das Angebot für Kunden ausrollen.

Möglicher Grund für die Verzögerung könnte laut der "Lebensmittelzeitung" eine geänderte Lieferstrategie sein. In Großbritannien liefert eine eigene Flotte von Kurieren die Lebensmittel. In Deutschland scheint dieses Konzept vom Tisch - "weil sie sonst noch viel länger gebraucht hätten", zitiert das Branchenblatt aus dem Umfeld des Konzerns.

Lebensmittel für den Darm


Supermarktketten fürchten Amazon Fresh

Wettbewerber wie Supermarktketten oder Discounter fürchten den Start von Amazon Fresh. Bislang spielt der Lieferdienst von Obst, Gemüse und gekühlten Produkten kaum eine Rolle in der Branche. Experten erwarten, dass mit dem Amazon-Angebot deutlich mehr Bewegung in diesen Bereich kommen könnte.

Der scheidende Rewe-Chef Alain Caparros warnte schon Ende 2016: "Wir müssen uns warm anziehen gegen Amazon Fresh." Er bekomme Bauchschmerzen bei dem Gedanken, dass Amazon von den Kunden als bester Einzelhändler wahrgenommen werde, sagte er damals im Gespräch mit der "Rheinischen Post". Die Verzahnung des stationären Handels mit dem Online-Geschäft müssten die Lebensmittelhändler hinbekommen, sonst würden sie irgendwann von Amazon abgehängt, sagte Caparros.

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