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Offline-Handel: Konkurrenz für Supermärkte: Amazon eröffnet Lebensmittel-Läden

Nach Buchläden eröffnet Amazon nun auch eigene Lebensmittel-Geschäfte - und verstärkt damit den Druck auf die Supermarkt-Ketten. Doch die neuen Lädchen funktionieren deutlich anders als Filialen von Rewe, Edeka und Co.

Amazon will Supermärkte eröffnen

Amazon will Supermärkte eröffnen.

Schon seit Monaten halten sich die Gerüchte, dass Amazon eigene Lebensmittel-Läden eröffnen will. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Amazon in den USA einen Supermarkt samt Drive-in baut. Nun berichtet auch das "Wall Street Journal" von diesen Plänen. Der weltgrößte Internethändler Amazon will laut der US-Zeitung künftig verstärkt auf Offline-Geschäfte setzen. Der Shopping-Riese aus Seattle plane die Eröffnung kleiner Läden für Lebensmittel, schrieb das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Amazon setzt auf Lebensmittel-Läden

Seit Jahren arbeitet der US-Händler an seiner Strategie, nicht nur alltägliche Produkte zu liefern - sondern auch noch näher an seine Kunden heranzurücken. Ein weiterer Schritt könnte nun der erste Supermarkt werden. Allerdings sollen die Filialen nicht an Rewe, Edeka und Co. erinnern. Amazon plant einen Drive-in, damit Kunden ihre vorher bestellten Waren dort abholen können. Wer also hofft, bald auch bei Amazon in Regale greifen zu können, um den Einkauf dann zur Kasse zu schieben, wird enttäuscht. Das Geschäft wird wohl eher wie ein Lager funktionieren, aus dem der Einkauf zusammengestellt wird. Zu diesem Zweck entwickele Amazon eine Technik zur Erkennung von Nummernschildern, durch die Wartezeiten verkürzt werden sollen. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern.

Druck für Walmart und Target

Dem Bericht nach wird der Plan intern als "Project Como" bezeichnet und soll zunächst Teil des bislang nur in den USA und London verfügbaren Angebots Amazon Fresh sein. Dabei handelt es sich um eine 15 Dollar pro Monat teure Zusatzoption für Prime-Abonnenten. Amazons Prime-Service, der kostenlose Versandoptionen und Zugang zu Streamingdiensten umfasst, kostet in den USA 99 Dollar pro Jahr. Mit dem Vorstoß in den klassischen Einzelhandel würde Amazon den Druck auf Branchengrößen wie Walmart oder Target verstärken, die bereits unter der verschärften Online-Konkurrenz leiden. 

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In Deutschland wird Prime-Now ausprobiert

Seit Jahren versucht Amazon Bestellungen schneller auszuliefern. In Deutschland wird derzeit Prime-Now in Berlin und München angeboten: Kunden erhalten dort Produkte binnen zwei Stunden. Mit dem Supermarkt dreht Amazon den Spieß um - und lässt die Kunden kommen statt zu liefern. Im vergangenen Jahr eröffnete der erste Buchladen von Amazon in Seattle. Das Konzept scheint aufzugehen, denn laut dem Chef eines großen US-Betreibers von Einkaufszentren plane Amazon bis zu 400 weitere Läden. 

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kg mit Agentur