Anheuser-Übernahme Inbev-Brauerei wird Weltmarktführer


Der belgische Beck's-Brauer Inbev übernimmt den US-Konkurrenten Anheuser-Busch und steigt zum neuen Weltmarktführer auf. Nach einem einmonatigen Abwehrkampf stimmte die Anheuser-Führung einem verbesserten Angebot von 70 Dollar je Aktie zu. Das entspricht einem Gesamtkaufpreis von etwa 50 Milliarden Dollar.

Der US-Bierkonzern Anheuser-Busch hat seiner Übernahme durch den belgischen Brauriesen Inbev zugestimmt. Die Unternehmen einigten sich auf ein verbessertes Angebot von 70 Dollar je Aktie. Das entspricht einem Gesamtkaufpreis von etwa 50 Milliarden Dollar und einem Aufschlag von 27 Prozent gegenüber dem Rekordhoch der Anheuser-Aktie im Oktober 2002. Durch die Übernahme steigen die Belgier zum weltgrößten Braukonzern auf.

Wie die Unternehmen in New York mitteilten, wird der fusionierte Konzern Anheuser-Busch Inbev heißen und von Inbev-Chef Carlos Brito geführt werden. Im Vorstand sollen auch zwei Anheuser-Manager sitzen.

Die Übernahme ist die bislang größte in der von einer Konsolidierungswelle geprägten Brauereibranche. Es wird erwartet, dass die Regulierungsbehörden dem drittgrößten Kauf eines US-Konzerns durch ein ausländisches Unternehmen zustimmen werden. Mitte Juni hatte der größte US-Brauer Anheuser eine ursprüngliche Offerte über 46,3 Milliarden Dollar abgelehnt. Daraufhin war Inbev auf Konfrontationskurs gegangen und drohte mit einem Sturz des Anheuser-Direktoriums.

Nun erhöhte Inbev jedoch wie erwartet sein Angebot um fünf auf 70 Dollar je Aktie. Auf der Grundlage der 713 Millionen Anheuser-Aktien entspricht dies einem Gesamtwert von 50 Milliarden Dollar. Die Unternehmen sprachen von einem Kaufpreis in Höhe von 52 Milliarden Dollar, lieferten aber zunächst keine Erklärung, wie sich ihr Preis errechnet.

Durch die Fusion rechnen beide Unternehmen bis 2011 mit Synergien in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Dollar. Inbev, das neben Beck's auch die Marken Franziskaner, Löwenbräu und Diebels vertreibt, löst durch den Zusammenschluss den bisherigen Branchenführer SABMiller aus Großbritannien als Branchenführer ab. Die neue Nummer Eins wird einen Jahresumsatz von etwa 36 Milliarden Dollar aufweisen.

Reuters/DPA DPA Reuters

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