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Arbeitsmarkt: Zahl der älteren Beschäftigten erreicht Rekord

Die Zahl der Arbeitnehmer in der Altersgruppe "60plus" ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Doch Arbeitgebervertreter und Gewerkschafter streiten, ob das ein Verdienst der Unternehmen ist.

Obwohl die Zahl älterer Arbeitnehmer steigt, kritisiert der DGB den Jugendwahn von Unternehmen.

Obwohl die Zahl älterer Arbeitnehmer steigt, kritisiert der DGB den Jugendwahn von Unternehmen.

Die Zahl der älteren Arbeitnehmer hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr einen Rekordstand erreicht. Im September 2012 seien fast 1,484 Millionen Menschen im Alter zwischen 60 und 65 Jahren einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgegangen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Das waren demnach 12,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Innerhalb von fünf Jahren habe sich die Zahl der Beschäftigten in der Altersgruppe "60plus" sogar um 667.000 oder 81,7 Prozent erhöht.

Gründe für Entwicklung umstritten

Handwerkspräsident Otto Kentzler wertete die Daten als Beleg dafür, dass sich Unternehmen zunehmend auf die Belange älterer Beschäftigter einstellten. "Immer mehr Betriebe sorgen mit Qualifizierungen dafür, dass das Wissen auf dem neuesten Stand bleibt", sagte er der "FAZ". Gerade im Handwerk benötigten die Betriebe die Erfahrung älterer Arbeitnehmer.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte der Wirtschaft kürzlich vorgeworfen, viele Betriebe hätten sich "noch nicht vom Jugendwahn verabschiedet". Der DGB stützt seine Kritik darauf, dass die Zahl der älteren Arbeitslosen in jüngster Zeit ebenfalls gestiegen sei.

tkr/AFP / AFP
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