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Ausstieg aus dem Bieterverfahren: USA "enttäuscht" über EADS-Rückzug

Die US-Regierung hat sich "enttäuscht" über den Rückzug des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS und seines US-Partners Northrop Grumman aus dem Bieterverfahren um einen Milliardenauftrag geäußert.

Die US-Regierung hat sich "enttäuscht" über den Rückzug des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS und seines US-Partners Northrop Grumman aus dem Bieterverfahren um einen Milliardenauftrag geäußert. Die Ausschreibung sei "fair strukturiert" gewesen, erklärte Vize-Verteidigungsminister William Lynn am Montag (Ortszeit). Northrop und sein Rivale Boeing hätten "einen echten Wettbewerb" austragen können.

Zuvor hatte Northrop Gumman angekündigt, aus dem Wettstreit um den Pentagon-Auftrag auszusteigen. In der Ausschreibung werde "eindeutig" das kleinste Tankflugzeug von Boeing bevorzugt, erklärte der Chef von Northrop Grumman, Wes Bush. Airbus-Chef Thomas Enders warf der US-Regierung "Voreingenommenheit" und unfaire Wettbewerbsbedingungen bei der Neuausschreibung des Auftrags vor, wie die Online-Ausgabe der "Financial Times Deutschland" berichtete.

Es ist nun so gut wie sicher, dass Boeing den Megaauftrag für zunächst 179 Tankflugzeuge erhält, der sich auf rund 35 Milliarden Dollar (25,7 Milliarden Euro) beläuft. Eigentlich hatten Northrop Grumman und EADS den Auftrag 2008 bereits in der Tasche, Boeing ging aber erfolgreich dagegen vor: Der Rechnungshof des Kongresses erklärte das Vergabeverfahren für fehlerhaft und empfahl dem Pentagon die Neuausschreibung.

AFP / AFP
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