VG-Wort Pixel

BABCOCK BORSIG Rettung offenbar gescheitert


Die Versuche, den angeschlagenen Anlagenbauer Babcock Borsig zu retten, sind offenbar gescheitert. Das Insolvenzverfahren scheint nicht mehr aufzuhalten.

Die Bemühungen um eine Rettung des von der Insolvenz stehenden Anlagenbauers Babcock Borsig sind nach Angaben eines Aufsichtsratsmitglieds des Konzerns so gut wie gescheitert.

Commerz- und BHF-Bank spielen nicht mit

Sie sei am Sonntagabend informiert worden, dass es bei Babcock Borsig mehr oder weniger »Aus« sei, sagte die externe Arbeitnehmervertreterin im Babcock-Aufsichtsrat, Hannelore Elze, am im »Deutschlandfunk«. Auf die Frage, was die Formulierung »mehr oder weniger« bedeute, sagte Elze: »Eher mehr.«. Sie gehe davon aus, dass Babcock in die Insolvenz gehe. Die beiden Banken Commerzbank und BHF-Bank seien nicht bereit, ihren Beitrag zur Rettung des Unternehmens zu leisten. Zur Lösung dieses Problems hätte etwa die Westdeutsche Landesbank deren Anteil übernehmen müssen, was aber zuviel verlangt wäre, sagte Elze. Der stellvertretende Aufsichtsratschef Heinz-Georg Westfeld sagte: »Nach dem gescheiterten Finanzierungskonzept ist der Insolvenzantrag wohl nicht mehr zurückziehbar«.

Früheren Angaben zufolge soll heute eine Entscheidung zu dem Finanzierungsplan von 750 Millionen Euro für Babcock bekannt gegeben werden, an dem sich auch Bund und Land beteiligen wollten. Babcock beschäftigt weltweit rund 22.000 Mitarbeiter, davon 13.000 in Deutschland.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker