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Diesellok: Ein Monster auf Schienen

Der deutsche Maschinenbauer Voith hat mit der Maxima 40 CC die stärkste Lokomotive mit dieselhydraulischem Antrieb gebaut. 5000 PS hat der Brocken unter der Haube - und sogar noch einen Designpreis gewonnen.

Der Anlagenbauer Voith hat in Heidenheim die "stärkste einmotorige dieselhydraulische Lokomotive der Welt" vorgestellt. Die Voith Maxima 40 CC mit 5000 PS ist die erste Lokomotive, die Voith in Eigenregie gebaut hat. In 500 Tagen wurde sie bei Voith Turbo Lokomotivtechnik in Kiel entwickelt und gebaut. Insgesamt arbeiteten 30 Mitarbeiter in der Entwicklung und 12 in der Produktion an der Lok. Um die 70.000 Einzelteile richtig zusammenzusetzen, werden 4000 Konstruktionszeichnungen benötigt.

Es gibt neben dieselhydraulischen Lokomotiven wie der Maxima auch noch elektrisch, dieselelektrisch und dieselmechanisch angetriebene Lokomotiven. Elektrischer Antrieb bedeutet Stromabnahme an der Oberleitung. Die Alternative ist der Antrieb mit einem Dieselmotor. Da unterschiedet man zwischen dieselhydraulisch - Kraftübertragung zum Rad mit einem hydrodynamischen Getriebe -, dieselmechanisch mit einem mechanischen Nachschaltgetriebe und dieselelektrisch mit einem vom Dieselmotor gespeisten Generator, der die Räder elektrisch antreibt.

Der Prototyp der Lok, die den renommierten Designpreis "Red Dot Award" erhalten soll, wurde im vergangenen September auf der Schienenverkehrsmesse InnoTrans in Berlin vorgestellt. Jetzt ist die Lok erstmals für wenige Tage im Voith-Stammwerk in Heidenheim zu besichtigen. In diesem Jahr ist die Typenzulassung und der Bau weiterer Lokomotiven geplant. Derzeit läuft das Zulassungsverfahren in Deutschland, das nach Unternehmensangaben bis Ende 2007 abgeschlossen sein soll. Anschließend sind Zulassungsverfahren in den Niederlande, Belgien und Polen geplant.

san mit Material von DPA
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