Betrugsvorwürfe BaFin leitet Sonderprüfung gegen UBS-Tochter ein


Die deutsche Finanzaufsicht beschäftigt sich mit Vorwürfen gegen die Deutschland-Tochter der UBS. Eine Sprecherin von UBS Deutschland bestätigte am Donnerstag, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Zusammenhang mit Vorwürfen eines Kunden eine Sonderprüfung eingeleitet habe.

Die deutsche Finanzaufsicht beschäftigt sich mit Vorwürfen gegen die Deutschland-Tochter der UBS. Eine Sprecherin von UBS Deutschland bestätigte am Donnerstag, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Zusammenhang mit Vorwürfen eines Kunden eine Sonderprüfung eingeleitet habe. "UBS kooperiert selbstverständlich mit BaFin", teilte sie mit. Der "Spiegel" berichtete vorab, das Geldwäschereferat der BaFin wolle klären, ob die deutsche Tochter der Schweizer Großbank systematische Beihilfe zur Steuerflucht geleistet hat.

Ein Kunde hatte die UBS im Februar angezeigt, nachdem er vergeblich versucht hatte, sie für seine Investment-Verluste haftbar zu machen. Laut "Spiegel" geht es um Millionenbeträge. Der Bankkunde wirft der Bank in der Anzeige nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt unter anderem Betrug, Untreue und Steuerhinterziehung vor. Sie habe ihm einen Scheinwohnsitz in Zürich verschafft, um der Besteuerung in Deutschland zu entgehen. Die UBS hat in der Angelegenheit nach eigenen Angaben auch eine interne Untersuchung eingeleitet. Der Fall reicht bis ins Jahr 2008 zurück.

Reuters Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker