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Speichermedien im Vergleich Externe Festplatte mit 2 Terabyte Speicher: Was Sie vor dem Kauf beachten müssen

Externe Festplatte 2 TB: Eine externe Festplatte ist mit einem Laptop verbunden.
Per USB-Kabel verbindet sich eine externe Festplatte 2 TB mit dem Laptop und sichert die Daten.
© Arqam Nasir / Getty Images
Eine externe Festplatte mit 2 Terabyte Speicherplatz sichert massig Daten wie Fotos, Videos oder Dokumente. Aber welche Platte ist die richtige für Sie?

Inhaltsverzeichnis

Nicht selten ist eine externe Festplatte der Retter in höchster Not. Streikt der Computer aus mysteriösen Gründen, freut sich wirklich jeder Nutzer und jede Nutzerin, wenn er oder sie seine oder ihre Daten auf einem externen Speichermedium gesichert hat.

Weil Fotos und Videos immer größer geworden sind, platzen ältere externe Festplatten inzwischen aus allen Nähten. Ersatz muss her und der sollte möglichst lange halten. Genau das verspricht eine Festplatte mit 2 Terabyte (TB) Speicherplatz. Bevor Sie Hals über Kopf einen Kauf tätigen, gibt es aber einiges zu beachten.

Externe Festplatte 2 TB: Mac, Windows und Dateisysteme

Bevor Sie sich überhaupt für eine Festplatte oder SSD entscheiden, müssen Sie wissen, an welchem Betriebssystem Sie die diese benutzen werden und wie groß die Dateien sind, die Sie auf ihr speichern möchten. Das liegt an unterschiedlichen Dateisystemen, die Mac und Windows nutzen.

Der Windows-Standard ist das New Technology File System (NTFS), das Konterfei von Apple ist entweder das Hierarchical File System Plus (HFS+) oder bei neueren Systemen das Apple File System (APFS). Eine auf NTFS formatierte Festplatte erkennt das Apple-Betriebssystem so wenig, wie Windows eine auf HFS+ oder APFS formatierte Platte erkennt. 

Die Lösung sind auf File Allocation Table 32 (FAT32) oder auf Extended File Allocation Table (exFAT) formatierte Speichermedien, wenn Sie Daten zwischen Mac und Windows-Computer teilen wollen. Sowohl Mac als auch Windows erkennen beide Dateisysteme. Deshalb sind die meisten externen Festplatten von Haus aus auf FAT32 formatiert.

Leider lassen sich aber unter FAT32 nur Dateien mit einer maximalen Größe von bis zu 4 Gigabyte (GB) pro Datei verschieben. Eine Umformatierung der Festplatte oder SSD auf exFAT ist zwingend notwendig, wenn Sie größere Dateien wie beispielsweise 4K-Videos zwischen den Plattformen über externe Speichermedien teilen wollen.

Allerdings ist exFAT auf Flashspeichermedien wie Solid State Drives (SSD) oder USB-Sticks optimiert. Wer große Daten zwischen Mac und Windows tauschen will, greift also besser zur externen SSD und formatiert diese gegebenenfalls auf exFAT um. Dafür brauchen Sie übrigens keine Zusatzsoftware. Einfach externe SSD per USB an den Computer hängen und unter Mac das "Festplattendienstprogramm" ("Datenträgerverwaltung" unter Windows) öffnen.

Dann die SSD auswählen, Löschen klicken, unter Format exFAT wählen und bestätigen. Achtung: Bei der Formatierung gehen alle Daten verloren! Ist der Vorgang abgeschlossen, erkennen beide Betriebssysteme die SSD, auf die Sie auch Dateien größer als 4 GB ziehen können.

UBS-C: Toshiba Canvio Flex, 2 TB

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Genug der bunten Theorie, ran an die grauen Kästen: Sie suchen eine Festplatte (HDD) mit USB-C-Verbindung? Dann ist die Toshiba Canvio Flex ein solider Speicherbegleiter für die nächsten Jahre. Daten überträgt die Festplatte per USB 3.2 Generation 1 und damit mit einer maximalen Datenübertragung von 5 Gigabit in der Sekunde (GBit/s).

Die externe Festplatte arbeitet mit Macs von Apple zusammen und dient diesen nach Bedarf als Platte für Time-Machine-Backups. Im Lieferumfang ist auch ein USB-A-Kabel enthalten, damit sich die Toshiba Canvio Flex auch mit älteren Computern verbindet. Übrigens: Mit Windows-Computern verbindet sich die Festplatte ebenfalls mühelos.

USB-A 3.2 Gen.1: Toshiba Canvio Basics

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Gleicher Hersteller, anderer Name: Aus Flex wird Basics. Der Unterschied beider Toshiba-Festplatten besteht lediglich in den Verbindungsmöglichkeiten. Die Basics verbindet sich nur per USB-A-Schnittstelle mit dem Computer. Zur Erinnerung: Das sind die "alten" und eckigen USB-Buchsen. USB-C hingegen ist das neuere Format und schmiegt sich sanft oval an den Laptop oder PC.

Übrigens: Die Form sagt nichts über die Übertragungsgeschwindigkeit aus. Das ergibt sich aus dem USB-Protokoll und da nutzen beide Toshiba-Platten USB 3.2 Gen. 1. Sie übertragen Daten also mit maximal 5 GBit/s. Wer nur USB-A-Buchsen nutzen will, kann mit der Toshiba Canvio Basics knapp zehn Euro sparen.

Externe Festplatte 2 TB mit IP68-Schutzklasse

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Festplatten sind äußerst empfindliche Kreaturen. Stöße, Staub und Schläge verdauen sie schlecht bis gar nicht. Externe Festplatte bilden keine Ausnahme – im Gegenteil. Sie kommen mit auf Reisen und ihr Besitzer pfeffert sie nur allzu gern achtlos in den Rucksack. Ein Unding für die zarten Platten.

Jeder Interessent für externe Festplatten, der sich selbst gut genug kennt und weiß, wie achtlos er mit seinen bisherigen externen Festplatten umgegangen ist, schätzt deshalb ein etwas robusteres Gehäuse. Das bietet die Adata HD710 Pro. Laut Hersteller verfügt die externe Festplatte gar über Schocksensoren, die Ihnen mitteilen, wenn die Platte schadhaften Schlägen oder Stürzen ausgesetzt wurde. Technisch steht sie den Toshiba-Modellen in nichts nach.

Externe SSD 2 TB: Teurer aber schneller

SSD oder Festplatte, ist das nicht das gleiche? Nein. Eine SSD ist ein FlashSpeicher. Im Vergleich zur klassischen Festplatte (Hard Disk Drive, kurz HDD) hat der Flashspeicher natürlich keinen Lesekopf oder Ähnliches. Eine Festplatte liest die Daten dagegen mechanisch aus, was deutlich langsamer vonstatten läuft, als der direkte Zugriff einer SSD.

Wer große Daten verschiebt und nicht ewig warten will, greift lieber zur SSD. Außerdem ist der Flashspeicher resistenter gegen Stürze oder andere Umwelteinwirkungen. Auf Reise darf es deshalb auch gerne die externe SSD sein. Wer Geld sparen will, Zeit hat und seine Festplatte pfleglich behandelt, greift zur externen Festplatte.

540 MB/s UBS-C: Crucial CT2000X6SSD9 X6

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Die meisten externen SDDs bieten mittlerweile leider nur noch USB-C als Verbindungsmöglichkeit. Das gilt auch für die Crucial CT2000X6SSD9 X6. Sie harmoniert mit Mac und Windows ebenso wie mit iPad Pro oder Konsolen. Das aber nicht ohne Weiteres: Wenn Sie die Crucial-SSD beispielsweise per USB-A mit dem Computer oder der PlayStation 4 verbinden wollen, benötigen Sie dafür den passenden Umstecker.

Laut Hersteller beträgt die Lesegeschwindigkeit der SSD 540 Megabyte in der Sekunde (MB/s). Um diese Geschwindigkeit auch wirklich ausnutzen zu können, braucht es ordentlich Datendurchsatz, den die Festplatte auch dank USB 3.2 Gen. 2 Protokoll bietet: 10 GBit/s jagen durch die Leitung.

1050 MB/s USB-C: SanDisk Extreme

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Noch schneller ist die SanDisk Extreme. Der Hersteller setzt bei seinem Modell auf eine NVMe-M.2-SSD. PC-Enthusiasten kennen die Speicherriegel bereits vom Computer Marke Eigenbau. Ihr Clou: Sie verbinden sich nicht per Kabel über den SATA-Controller mit dem Mainboard, sondern docken direkt an die PCIe-Verbindung der Hauptplatine an.

Das ermöglicht deutlich schnellere Datentransferraten. Allerdings fungiert ein USB-Port bei besonders schnellen SSD-Speichern als "Flaschenhals" bremst also ihre Geschwindigkeit aus, weil er überhaupt nicht so viele Daten durchlassen kann, wie die SSD theoretisch schreiben oder lesen könnte. Lese- und Schreibgeschwindigkeiten über circa 950 MB/s sind bei USB 3.2 nicht drin. 

Thunderbolt 3: LaCie Rugged SSD Pro

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Das gilt allerdings nicht, wenn Sie sich eine externe Thunderbolt-SSD genehmigen. Die kostet zwar mehr als mancher Laptop, bietet dafür aber laut Hersteller Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 2.800 MB/s. Thunderbolt ist eine von Intel und Apple entwickelte Schnittstelle, die bis zu 40 GBit/s Daten transferiert.

In der dritten Generation sieht sie aus wie ein USB-C-Port. Entsprechend harmoniert Thunderbolt auch mit allen USB-Protokollen. Sie erkennen den Thunderbolt-Anschluss daran, dass sich ein Blitz über dessen Buchse, beziehungsweise auf dessen Kabeln befindet. Private Anwender dürfen auf die Schnittstelle aber verzichten. Interessant wird Thunderbolt erst, wenn Sie besonders große Dateien wie 4K-Videomaterial auf der externen SSD speichern wollen. 

Festplatten und SSDs einfach recyceln

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Wenn Sie noch eine ältere Festplatte herumliegen haben oder sie aus einem Computer oder Laptop ausbauen wollen, müssen Sie keine externe Festplatte kaufen. Es ist deutlich günstiger, die Platte einfach in ein kleines Gehäuse zu stecken und sie fortan als externe Festplatter zu nutzen. Falls auf ihr das Betriebssystem installiert ist, müssen Sie das Speichermedium vorher formatieren, also sämtliche Daten löschen.

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Übrigens: Wenn Sie eine flotte NVMe-M.2-SSD als externe SSD nutzen wollen, gibt es auch dafür Gehäuse. Je nachdem wie schnell die M.2-SSD ist, bremst der USB-Port sie natürlich aus. Bis das nicht mehr der Fall ist, müssen noch auf M.2-Gehäuse mit USB-4-Protokoll warten. Bis die auf den Markt kommen, dürfte es nicht mehr lange dauern. Die ersten Laptops und Computer mit USB 4 sind bereits im Handel erhältlich.

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