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Düstere Prognose: Nobelpreisträger vergleicht Bitcoins mit Tulpen und erklärt, warum sie keinen Wert haben

Der Wirtschaftsprofessor Robert Shiller ist davon überzeugt, dass der Bitcoin keine große Zukunft vor sich hat. Das Problem sei der fehlende eigene Wert der Kryprowährung.

Bitcoin Schild in Wien

Eine Tafel in einem Bitcoin-Store in Wien

Der Bitcoin-Hype ist nach einer langen Boom-Phase erst einmal wieder verflogen. Zwar wurde der jüngste Absturz in den vergangenen Tagen abgebremst, der Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller malt die Zukunft der Kryptowährung trotzdem in dunklen Farben. In einem Interview mit dem US-Sender CNBC sagte Shiller, der als Wirtschaftsprofessor an der Elite-Uni Yale unterrichtet, der Bitcoin werde seiner Auffassung nach „völlig kollabieren“.

Für ihn ist der Bitcoin nur eine von vielen gegenwärtigen Blasen. Das Problem der Kryptowährung sei, dass sie "keinen Wert hat, wenn es keinen verbreiteten Konsens darüber gibt, dass sie Wert hat", so der Ökonom. Das sei auch der elementare Unterschied zu anderen Dingen wie beispielsweise Gold, das immerhin auch dann einen Wert habe, wenn gerade nicht viele Menschen darin ein Investment sehen würden.

Bitcoin erinnert Shiller an Tulpenwahn

Robert Shiller

US-Ökonom Robert Shiller (Archivbild)

Shiller räumte in dem Gespräch aber auch ein, dass er sich irren könne und zog einen historischen Vergleich: "Mich erinnert das an den Tulpenwahn in den Niederlanden", sagte er. Auch dort stelle sich die Frage, ob die Blase letztlich wirklich platzte. Denn: "Wir zahlen heute immer noch für Tulpen, manchmal werden sie teurer". Natürlich könne der Bitcoin total kollabieren und in Vergessenheit geraten, was Shiller für wahrscheinlich hält, aber ebenso könne die Kryptowährung noch eine ganze Zeit lang überleben: "Sie kann in 100 Jahren noch hier sein".

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Die von Shiller erwähnte Tulpenblase katapultierte im 17. Jahrhundert in den Niederlanden zunächst die Tulpenpreise in den Himmel und endete mit dem totalen Zusammenbruch des Tulpenmarktes. Auch andere Kritiker verglichen den Bitcoin-Boom bereits mit dieser historischen Wirtschaftskrise.

Robert Shiller hatte gemeinsam mit zwei Kollegen 2013 für seine Forschungen zu Kapitalmarktpreisen den sogenannten Wirtschaftsnobelpreis erhalten. Der Bitcoin hatte im den vergangenen Monaten einen rasanten Aufstieg erlebt, war aber in den vergangenen Tagen kräftig abgesackt. Zuletzt zeigte die Kurve wieder leicht nach oben.

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Quelle:Bitcoin.com

 

rös