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BRUTTOINLANDSPRODUKT: Das Wachstum geht ein

Die sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute legen in Berlin ihr Konjunkturgutachten vor. Darin erwarten sie für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von unter einem Prozent.

Die sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute legen in Berlin ihr Konjunkturgutachten vor. Wie schon vorab in Zeitungsberichten bekannt geworden war, erwarten sie darin für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von unter einem Prozent. In ihrem Herbstgutachten vom Oktober 2001 waren die Institute für das laufende Jahr noch von einem realen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent ausgegangen. Erst für 2003 stellen die Institute wieder ein Wachstum von über zwei Prozent in Aussicht.

Silberstreif am Horizont?

Trotz dieser eher trüben Aussichten gab es aber in den vergangenen Tagen auch vorsichtige Hoffnungen auf konjunkturelle Erholung. Die Bundesbank sah in ihrem jüngsten Monatsbericht in der Industrie seit dem Jahreswechsel eine Wende zum Besseren, die Belebung halte sich aber noch in Grenzen.

Prognoserisiken seien die Wirtschaftsentwicklung in den USA und ein möglicher weiterer Ölpreisanstieg. Die Institute würden aber auch einen deutlicheren Zuwachs nicht ausschließen, was vor allem mit den stark verbesserten Geschäftserwartungen der Firmen begründet werde.

Die Zahl der Arbeitslosen werde 2002 im Jahresdurchschnitt 3,957 Millionen und 3,811 Millionen im Jahr 2003 betragen, hieß es weiter. Dadurch werde die Arbeitslosenquote von 9,3 Prozent 2002 auf 8,9 Prozent 2003 sinken.

Die Bundesregierung geht im laufenden Jahr nach eigenen Angaben von einer Zunahme des Bruttoinlandprodukts von rund 0,75 und für 2003 von etwa 2,5 Prozent aus.

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