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CO2-neutrale Güterzüge: Bahn-Angebot "Eco Plus" sorgt für reine Klima-Gewissen

Gegen Aufpreis können Frachtkunden der Deutschen Bahn ihre Transporte mit Strom aus erneuerbaren Energien fahren lassen. Das schont die Umwelt und bietet beiden Parteien willkommene Imagepflege.

Frachtkunden der Deutschen Bahn können ihre Transporte künftig gegen Aufpreis mit Strom aus erneuerbaren Energien fahren lassen. Als erster Kunde lasse der Autobauer Audi seit August den Zugverkehr zwischen den Firmenstandorten Emden und Ingolstadt im Rahmen des neuen Angebots "Eco Plus" abwickeln, teilte die Güterverkehrstochter des Bahnkonzerns, DB Schenker Rail, am Donnerstag in Berlin mit.

Dabei bezieht die Bahn nach eigenen Angaben die für den Transport benötigte Strommenge aus regenerativen Energiequellen in Deutschland, so dass bei dessen Herstellung kein zusätzliches Kohlendioxid (CO2) entsteht. CO2 ist ein Treibhausgas, das zur Erderwärmung beiträgt. Mit zehn Prozent der "Eco Plus"-Einnahmen finanziert die Bahn nach eigenen Angaben zudem den Neubau von Anlagen zur alternativer Energieproduktion.

Den Angaben zufolge verkehren für Audi jährlich 625 Güterzüge zwischen Emden in Niedersachsen und Ingolstadt in Bayern, wobei rund 150.000 fabrikneue Autos transportiert werden. Laut Bahn senkt Audi seinen CO2-Ausstoß im Vergleich zum herkömmlichen Schienentransport durch den Wechsel um etwa 5250 Tonnen im Jahr. Der Bahnkonzern selbst betrachtet "Eco Plus" als Ergänzung zu seinem eigenen Klimaschutzprogramm, mit dem er seinen weltweiten CO2-Ausstoß zwischen 2006 und 2020 um 20 Prozent reduzieren möchte.

AFP / AFP
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