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Medienbericht: Jobabbau bei der Commerzbank trifft vor allem das Privatkundengeschäft

Die angeschlagene Commerzbank drückt einen radikalen Konzernumbau durch. Tausende Jobs sollen abgebaut werden - vor allem im Privatkundenbereich, berichtet das "Handelsblatt".

Commerzbank in frankfurt

Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main

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Beim Abbau Tausender Jobs bei der Commerzbank ist das Privatkundengeschäft laut einem Pressebericht stark betroffen. In der Privat- und Geschäftskundensparte könne eine vierstellige Zahl an Arbeitsplätzen gestrichen werden, berichtete das "Handelsblatt" (Mittwoch). Allein von der geplanten Schließung von 200 Filialen könnten "mehrere Hundert" Privatkunden-Mitarbeiter betroffen sein, schrieb die Zeitung unter Berufung auf ein Schreiben des Gesamtbetriebsrats. Die Integration der Online-Bank Comdirect, die die Commerzbank komplett übernehmen will, sei bei der Rechnung berücksichtigt.

Die Gewerkschaft Verdi, die gegen den Abbau von Personal in den Filialen kämpft, bestätigte die Zahlen. Sie verwies aber darauf, dass der Großteil der vom Abbau bedrohten Arbeitsplätze auf Backoffice-Tätigkeiten entfalle und nicht auf den Vertrieb.

Commerzbank will 4300 Stellen streichen

Die Commerzbank hatte Ende September Pläne für einen radikalen Konzernumbau erläutert. Demnach will sie 4300 Vollzeitstellen streichen und zugleich 2000 Jobs in strategischen Bereichen wie Vertrieb, IT und Regulatorik aufbauen. Zudem sollen 200 der rund 1000 Filialen des Geldhauses geschlossen werden. Welche Zweigstellen vor dem Aus stehen, ist noch unklar. Auch die Details zum Jobabbau stehen noch nicht fest, sie müssen erst mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt werden. Die Bank kommentierte den Bericht nicht.

DPA