Daimler, Renault und Nissan Per Überkreuzbeteiligung "schnell Wettbewerbsfähigkeit stärken"


Der deutsche Autobauer Daimler hat sich mit dem französischen Hersteller Renault und dem japanischen Unternehmen Nissan auf eine strategische Partnerschaft geeinigt.

Der Autobauer Daimler rückt mit Renault und Nissan zusammen. Die Unternehmen vereinbarten am Mittwoch eine Überkreuzbeteiligung in Höhe von 3,1 Prozent, wie die Konzerne mitteilten. Die Kooperation sehe eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung des neuen Smart- und Twingo-Generationen vor. Zudem wollen Daimler, Renault und Nissan gemeinsam neue Motoren und Komponenten austauschen.

Zusammenarbeiten wollen beide Autobauer bei der nächsten Generation des Viersitzers Smart fortwo von Daimler und bei Renaults Erfolgsmodell Twingo. Beide sollen auf der gleichen Plattform fahren. Die Markteinführung, für die auch Varianten mit Elektromotor angeboten werden, ist für 2013 anvisiert. Darüber hinaus sollen Antriebskomponenten gemeinsam genutzt sowie zukünftige Projekte für Pkw und Nutzfahrzeuge gemeinsam entwickelt werden, wie es in einer Erklärung hieß. Demnach verabredeten die Unternehmen auch die Nutzung von Benzin- und Dieselmotoren von Daimler durch Infiniti, der Luxusmarke von Nissan, sowie die Nutzung von Dieselmotoren und Getrieben aus der Renault-Nissan Allianz im Mercedes-Benz Vito. Die Unternehmen wollen zudem gemeinsame Einkaufsmöglichkeiten erschließen.

"Wir stärken mit dieser Kooperation schnell und nachhaltig unsere Wettbewerbsfähigkeit im Klein- und Kompaktwagensegment und reduzieren unsere CO2-Emissionen", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. Die Markenidentitäten blieben von der Zusammenarbeit unberührt. Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn ergänzte: "Wir nutzen alle gemeinsamen Ressourcen noch effizienter, um die innovativen Technologien zu entwickeln, die im kommenden Jahrzehnt unerlässlich sind."

Daimler hatte bereits Anfang März eine Kooperation mit dem chinesischen Autohersteller BYD zur Produktion eines Elektroautos für China angekündigt. Daneben ist Daimler am US-Elektroautobauer Tesla mit zehn Prozent beteiligt.

APN, AFP, DPA DPA

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