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Warntag, Bahn-Tickets, Feuerwerk Das ändert sich im Dezember für Verbraucher

In diesem Jahr darf an Silvester wieder geknallt werden
In diesem Jahr darf an Silvester wieder geknallt werden
© Christophe Gateau / DPA
Der Dezember bringt für Verbraucher unter anderem Energiehilfen, Änderungen bei der Bahn und einen bundesweiten Test-Alarm. Und: Das Silvester-Feuerwerk kehrt zurück – wenn auch nicht überall.

Im Dezember stehen einige Dinge an, die Auswirkungen auf Verbraucher haben. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Dezemberabschlag Gas und Fernwärme

Haushalte, die mit Gas oder Fernwärme heizen, bekommen die monatliche Abschlagszahlung für den Dezember erlassen. Dafür muss man nichts tun. Bei Verbrauchern, die selbst einen Vertrag mit dem Versorger haben, wird das Geld einfach nicht eingezogen. Mieterinnen und Mieter bekommen es spätestens über die nächste Nebenkostenabrechnung wieder. Mieter, deren Gas-Nebenkostenvorauszahlung bereits in den letzten neun Monaten erhöht wurde, und die jetzt schon Geld zurück wollen, können vom Vermieter zumindest den Erhöhungsbetrag für Dezember sofort verlangen.

Energiepreispauschale für Rentner

Rentnerinnen und Rentner erhalten wegen der hohen Energiepreise einmalig 300 Euro. Das Geld soll bis zum 15. Dezember ausgezahlt werden und wird gesondert von der monatlichen Rente überwiesen. Wer im Dezember erstmals Rente bezieht, erhält die Pauschale erst Anfang 2023. Die Energiepreispauschale muss nicht beantragt werden und unterliegt der Steuerpflicht. 

Bundesweiter Warntag

Ein erster Warntag 2020 war von den Behörden als Fehlschlag eingestuft worden. Für den 8. Dezember ist nun erneut ein bundesweiter Warntag angesetzt. Deutschlandweit sollen verschiedene Warnsysteme für die Bevölkerung getestet werden. So sollen um 11 Uhr testweise die Sirenen heulen und digitale Anzeigetafen sowie Warn-Apps eine Testwarnung anzeigen. Erstmals getestet wird zudem das neue Warnsystem Cell Broadcast: Dieses ermöglicht es den Behörden, allen Handys innerhalb einer Funkzelle eine SMS-ähnliche Warnung zu schicken – auch wenn sie keinerlei Warn-App installiert haben. Die Handys dürfen allerdings nicht zu alt sein und müssen aktuelle Updates haben.

Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn

Ab dem 11. Dezember gilt der Winterfahrplan der Deutschen Bahn. Rund um Weihnachten verspricht die Bahn Tausende zusätzliche Sitzplätze und rund 80 Sonderzüge auf stark gefragten Verbindungen. Die zusätzlichen Züge können bereits wie alle anderen Verbindungen gebucht werden. Mit dem Fahrplanwechsel erhöht die Bahn auch die Preise für Tickets und Bahncards um 4 bis 7 Prozent. Wer vorher bucht, fährt noch zu den alten Preisen. 

Fristen für die Weihnachtspost

Damit die Weihnachtspost rechtzeitig ankommt, nennt die Deutsche Post folgende Deadlines: Weihnachtspakete müssen spätestens bis 20. Dezember eingeliefert werden, Weihnachtsbriefe bis zum 22. Dezember. Das gilt für die Zustellung innerhalb Deutschlands. Briefe und Pakete in andere europäische Länder müssen schon bis Mitte Dezember abgegeben werden, damit die Post eine Zustellung bis Heiligabend garantiert, außerhalb Europas noch früher. 

Silvesterfeuerwerk kehrt zurück

Die einen werden es feiern, die anderen verfluchen: Nach zwei Jahren corona-bedingter Verkaufsverbote darf in diesem Jahr wohl wieder Silvesterfeuerwerk verkauft werden. Knaller und Böller für Silvester dürfen in der Regel zwischen 29. und 31. Dezember verkauft werden. Einige Städte planen allerdings aus Sicherheitsgründen lokale Böllerverbotszonen in der Innenstadt.

Strahlenschutz bei Tattoo- und Haarentfernung

Kosmetikbetriebe, die Lasergeräte einsetzen, werden strenger reguliert. Ab dem 31. Dezember dürfen Lasergeräte zu nicht-medizinischen Zwecken nur noch von geschultem Personal mit entsprechendem Nachweis bedient werden. Die neue Strahlenschutzverordnung zielt unter anderem auf Tattoo- und Haar-Entfernung, aber auch Ultraschall-Geräte für "Babykino" und Muskelstimulationsanlagen in Fitnessstudios.

Einrichtungsbezogene Impfpflicht endet

Seit März gilt für Beschäftigte im Gesundheitswesen eine einrichtungsbezogene Impfpflicht gegen das Coronavirus. Wer nicht geimpft, genesen oder von der Impfung ärztlich befreit war, durfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nicht mehr arbeiten. Die Impfpflicht läuft zum Jahresende aus und soll laut Bundesgesundheitsministerium auch nicht verlängert werden.

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