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Deutsche Bahn: 120 Millionen Verlust im ersten Quartal

Da hilft kein Schönreden mehr: Die Bahn musste seit Einführung des neuen Preissystems Mitte Dezember 2002 schmerzhafte Einbußen hinnehmen. Mehdorn kündigte eine Korrektur des Preissystems an.

Nach Einführung des neuen Preissystems Mitte Dezember 2002 musste die Bahn vor allem im Fernverkehr schmerzhafte Einbußen hinnehmen. Die Verkehrsleistung ging um 7,1 Prozent zurück, der Außenumsatz um 13,5 Prozent. Mehdorn führte dies auf die schlechte Konjunktur, die Billigflieger-Angebote und die Probleme mit dem neuen Preissystem zurück. Dennoch lägen Umsatz und Ergebnis noch über den Erwartungen. Dies gelte auch für den April 2003.

Mehdorn versprach nochmals eine Korrektur des umstrittenen Preissystems. "Soweit belastbare Daten vorliegen, werden wir Änderungen vornehmen", sagte der Bahnchef laut Redemanuskript. "Das heißt, wir haben jenseits einseitiger Pauschalkritik die Akzeptanzprobleme unserer Kunden verstanden."

Insgesamt konnte die Bahn ihren Umsatz im ersten Quartal 2003 - ohne Stinnes - leicht um 0,7 Prozent auf 3,789 Milliarden Euro steigern. Mit Stinnes wurden 6,919 Milliarden Euro erzielt. Dies entspricht einer Steigerung um 83,9 Prozent.

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