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Deutsche Bank: Ackermann will (noch) mehr Profit

25 Prozent Eigenkapitalrendite waren geplant, 40 Prozent wurden phasenweise erreicht - und Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann wünscht sich noch höhere Überschüsse.

Betrachte man die letzten drei Jahre zusammen, habe die Bank mit einer Ausschüttung von 2,50 (2004: 1,70) Euro je Aktie die Dividende fast verdoppelt, sagte Ackermann auf der Hauptversammlung in Frankfurt laut Redetext. "Wir bringen damit zugleich unsere Zuversicht zum Ausdruck, auch künftig die Profitabilität der Deutschen Bank nicht nur auf hohem Niveau halten, sondern noch steigern zu können."

Ackermann hat für sein Haus eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent vor Steuern als Ziel ausgerufen und diese Marke im vergangenen Jahr wie geplant erreicht. In den ersten drei Monaten 2006 lag das Institut mit 40 Prozent jedoch deutlich über der eigenen Messlatte, so dass auch eine Anhebung des Renditeziels nicht mehr ausgeschlossen scheint. Zumal der mittlerweile an die Aufsichtsratsspitze gewechselte frühere Finanzchef Clemens Börsig Anfang Mai gesagt hatte, die Bank könnte in der zweiten Jahreshälfte ihre Ziele anheben.

Konzentration auf Wachstumsmärkte

Die bisherige Ankündigung, auf Dauer eine Rendite von 25 Prozent erreichen zu wollen und zweistellige Zuwachsraten beim Ergebnis je Aktie anzuvisieren, wiederholte Ackermann nicht. "Wir sind in der Lage und setzen alles daran, auch 2006 von einem voraussichtlich wiederum freundlichen gesamtwirtschaftlichen Umfeld profitieren zu können", sagte er lediglich.

International will sich die Bank nach Worten ihres Vorstandsvorsitzenden auf Wachstumsmärkte konzentrieren. "Dabei verbinden wir organische Investitionen in interessante Geschäftsfelder mit sinnvollen Akquisitionen", sagte er. Zukäufe seien jedoch kein Selbstzweck, sie müssten finanziell überzeugen. Auch in Deutschland wolle die Bank ihre Position ausbauen. "Hierzu können auch gezielte Zukäufe zum Wachstum unseres Privatkundengeschäfts beitragen", bekräftigte Ackermann.

Bieterwettstreit um Berliner Bank

Indirekt bestätigte er, dass die Deutsche Bank nach wie vor im Bieterwettstreit um die von der Bankgesellschaft Berlin zum Verkauf gestellte Berliner Bank ist: "Dies belegt zum Beispiel unser Interesse an der Berliner Bank zum Ausbau unseres Filialgeschäfts in Deutschland." Finanzkreisen zufolge hat neben der Deutschen Bank auch noch die Mittelbrandenburgische Sparkasse gute Chancen auf einen Zuschlag.

Seit der Hauptversammlung 2005 hat die Deutsche Bank nach eigenen Angaben im Rahmen ihres Aktienrückkaufprogramms knapp 35,85 Millionen Anteilsscheine zurückgekauft. Dies entspreche etwa 6,5 Prozent des Grundkapitals zur letzten Hauptversammlung, hieß es. "Für die zurück erworbenen Aktien haben wir im Durchschnitt 87 Euro bezahlt, insgesamt also circa 3,12 Milliarden Euro." Die Deutsche Bank will ihre Aktionäre auf der Hauptversammlung erneut um die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Anteilsscheine bitten.

Die Deutsche-Bank-Aktie notierte in einem schwächeren Gesamtmarkt mit 89,48 Euro.

Reuters / Reuters