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Deutsche Börse: Conti und HRE müssen Dax verlassen

Schluss für Continental und Hypo Real Estate: Die beiden Unternehmen müssen den deutschen Leitindex Dax verlassen und zählen damit nicht zu den 30 wichtigsten Unternehmen. Wegen Problemen bei der Marktkapitalisierung erfüllen die beiden die Kriterien nicht mehr. Dafür gibt es aber auch zwei neue Aufsteiger.

Die beiden Werte Continental und Hypo Real Estate müssen den Deutschen Aktienindex Dax verlassen. Wie die Deutsche Börse am Mittwochabend mitteilte, rücken stattdessen Beiersdorf und Salzgitter in den deutschen Leitindex auf. Continental und Hypo Real Estate erfüllten hinsichtlich ihrer Marktkapitalisierung die Kriterien für einen Verbleib im Dax nicht mehr, erklärte die Börse.

Hintergrund sind neue Regeln, die die Deutsche Börse unter dem Eindruck der Kapriolen der VW-Aktie eingeführt hat. Unter anderen muss nun der Streubesitz bei mindestens zehn Prozent liegen; bisher reichte es, wenn fünf Prozent der Aktien frei handelbar waren. Neu ist auch, dass Papiere sehr kurzfristig aus dem Index verbannt werden können. Die Änderungen waren deshalb zum Teil bereits erwartet worden. Sie werden der Mitteilung zufolge zum 22. Dezember wirksam. Continental wird dann in den MDAX aufgenommen und ersetzt dort die Aktie von Beiersdorf; Hypo Real Estate wird anstelle von Salzgitter im MDAX gelistet.

Spekulationen, wonach es auch für das VW-Papier knapp werden könnte, bestätigten sich zunächst nicht. Die Deutsche Börse entscheidet regelmäßig auf der Grundlage verschiedener Kriterien, wer in dem wichtigsten deutschen Börsenbarometer mit 30 Top-Konzernen vertreten sein darf. In den vergangenen Jahren waren bereits zahlreiche Werte aus dem DAX verbannt worden, darunter Schwergewichte wie Hoechst, Kaufhof, Dresdner Bank oder Veba.

AP / AP