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Deutsche Wirtschaft: Exporte steigen stärker als erwartet

Der Motor des Exportweltmeisters Deutschland kommt langsam wieder auf Touren. Im Juli haben die Ausfuhren im Vergleich zum Vormonat um 2,3 Prozent zugelegt. Bereits im Juni hatte es ein deutliches Plus gegeben.

Die deutschen Exporteure haben im Juli deutlich mehr Güter ins Ausland verkauft als erwartet. Die Ausfuhren stiegen in dem Ferienmonat verglichen mit Juni bereinigt um saisonale Schwankungen um 2,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten lediglich einen Anstieg um ein Prozent erwartet.

Bereits im Juni hatte es laut Statistikamt bei den Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt ein deutliches Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gegeben. Damit holt der Exportweltmeister Deutschland den Einbruch vom Jahresbeginn schrittweise auf. Wie tief das Minus aber immer noch ist, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr: Insgesamt wurden im Juli Waren im Wert von 70,5 Milliarden Euro exportiert, das sind 18,7 Prozent weniger als vor Jahresfrist. In den ersten sieben Monaten des Jahres setzten die Firmen 22,6 Prozent weniger im Ausland ab als im gleichen Zeitraum 2008. Der Exportverband BGA erwartet für 2009 einen Umsatzrückgang von etwa 18 Prozent. Das wäre das erste Minus seit 1993 und das größte seit Bestehen der Bundesrepublik.

Die Importe stagnierten im Juli verglichen mit dem Vormonat. Binnen Jahresfrist sanken die Einfuhren dagegen um 22,3 Prozent. Insgesamt wurden Waren im Wert von 56,6 Milliarden Euro eingeführt.

Reuters/AP / AP / Reuters