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EADS und der Tankflugzeug-Streit: EU-Handelskommissiar kritisiert Ausschreibung

Die Europäische Kommission hat das Aus für den Airbus-Konzern EADS beim milliardenschweren Tankjet-Deal in den USA kritisiert. "Es ist höchst bedauerlich, dass ein möglicher großer Lieferant sich nicht in der Lage sieht, für einen Vertrag dieser Art zu bieten", sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht am Dienstag.

Die Europäische Kommission hat das Aus für den Airbus-Konzern EADS beim milliardenschweren Tankjet-Deal in den USA kritisiert. "Es ist höchst bedauerlich, dass ein möglicher großer Lieferant sich nicht in der Lage sieht, für einen Vertrag dieser Art zu bieten", sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht am Dienstag. De Guchts Sprechers äußerte sich nicht zu der Frage, ob die EU in dieser Sache zur Welthandelsorganisation WTO gehen könnte.

Offene Beschaffungsmärkte garantierten besseren Wettbewerb und größeren Nutzen für den Steuerzahler, erklärte De Gucht. Der US- Partner von EADS, Northrop Grumman, hatte das gemeinsame Angebot zuvor mit dem Vorwurf zurückgezogen, die neue Ausschreibung sei voll auf den Konkurrenten Boeing zugeschrieben.

Die Kommission kündigte an, die weiteren Entwicklungen in diesem Fall genau zu verfolgen. Die Handelsbilanz der USA mit der EU weise traditionell bei der Rüstung einen deutlichen Vorteil für die US- Amerikaner aus: Im Jahr 2008 exportierten die USA Wehrmaterial im Wert von 5 Milliarden Dollar (3,7 Mrd Euro) und führten Güter für 2,2 Milliarden Dollar ein.

DPA / DPA