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Bewegender Spot Edeka hat wieder einen Weihnachtsopa – doch diesmal hat er Corona

Edeka plädiert mit seinem Spot für nachbarschaftlichen Zusammenhalt
Edeka plädiert mit seinem Spot für nachbarschaftlichen Zusammenhalt
© Edeka
Vor fünf Jahren landete Edeka mit seinem Weihnachts-Spot um einen Opa, der seinen Tod vortäuscht, einen Viralhit. Nun spielt wieder ein einsamer Rentner die Hauptrolle – aber trotzdem ist einiges anders.

Mit seinem "Heimkommen"-Spot landete die Supermarktkette Edeka 2015 einen gigantischen Viralhit. Der Clip um den Opa, der seinen eigenen Tod vortäuscht, um die Familie an Weihnachten zu versammeln, fand selbst in internationalen Medien Beachtung und wurde bei Youtube mehr als 67 Millionen Mal angesehen.

Nun zielt Edeka wieder mit einem Weihnachtsspot um einen einsamen Senior auf die Emotionen der Zuschauer. Nur, dass diesmal am Ende eben nicht eine fröhliche Familie aus zig Haushalten am Weihnachtstisch zusammensitzt. Stattdessen scheut der Lebensmittelhändler nicht davor zurück, das Thema Corona explizit zu thematisieren. 

Zusammenhalt zwischen Kulturen

In dem Spot mit dem Titel "Die besondere Geschichte des Herrn Schmidt" sieht man einen griesgrämigen älteren Herrn, der sich zunächst über die im Hof lärmende und im Treppenhaus polternde Kinderschar der Nachbarn aufregt. Die von der Familie mit Migrationshintergrund freundlich angebotenen Naschereien lehnt er kopfschüttelnd ab. Doch dann erhält der alte Griesgram eine Corona-Diagnose und muss sich in seiner Wohnung einschließen. Als die Nachbarsjungs davon erfahren, überraschen sie den einsamen alten Mann mit einem liebevoll angerichteten Weihnachtsessen an der Wohnungstür. Dazu erklingt ein gefühlvolles Lied mit deutschem und türkischem Text.

Der knapp zweiminütige Clip, der wie schon der Heimkommen-Spot vor fünf Jahren von der Agentur Jung von Matt umgesetzt wurde, ist Teil der Edeka-Kampagne "Lasst uns froh und bunter sein". Er ist nicht nur ein Appell an Zusammenhalt und Nachbarschaftlichkeit in diesem besonders schweren Jahr. Mit der Kampagne will Edeka auch die kulturelle Vielfalt im Land feiern.

Das ist Edeka mit der emotionalen Multikulti-Corona-Weihnachtsgeschichte jedenfalls besser gelungen als mit dem vorangegangenen Clip aus dem November. Darin hatte die Tochter der Familie jedes Jahr einen Partner mit anderer Nationalität an den Weihnachtstisch nach Hause gebracht, was zu Vorwürfen führte, der Clip bediene rassistische und sexistische Klischees.


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