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Einigung im Tarifstreit: Klinikärzte bekommen mehr Gehalt

Der Tarifstreit um mehr Geld für die Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern ist beigelegt: Die Arbeitgeber haben den Medizinern mehr Gehalt und besser bezahlte Bereitschaftsdienste zugestanden.

Ein 23-stündiger Verhandlungsmarathon bringt den Durchbruch: Im Tarifkonflikt der Klinikärzte haben sich beide Seiten am Mittwoch geeinigt, wie die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) übereinstimmend bekannt gaben.

Mit dem neuen Tarifvertrag erhalten die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern neben den zwei Prozent mehr Gehalt bessere Vergütungen für Zusatzdienste. So werden die Stundenentgelte für den Bereitschaftsdienst rückwirkend zum 1. Mai erhöht. Demnach bekommt beispielsweise ein Assistenzarzt fortan zwölf Prozent mehr Stundenentgelt. Zusätzlich zum Bereitschaftsdienstentgelt erhalten die Ärzte in den Nachtstunden von 21 Uhr bis 6 Uhr pro Stunde einen Zuschlag von 15 Prozent des Bereitschaftsdienstentgelts.

Die ursprüngliche Forderung hieß fünf Prozent

Der Marburger Bund hatte für die Mediziner an den bundesweit 700 kommunalen Kliniken fünf Prozent mehr Geld sowie deutlich besser bezahlte Bereitschaftsdienste gefordert.

Tausende Klinikärzte hatten mehr als drei Wochen lang bundesweit an zahlreichen kommunalen Kliniken gestreikt. Der Tarifstreit dauerte bereits seit Januar an. Die Verhandlungen waren mehrfach abgebrochen worden. Am Montag nahmen die Delegationen die Gespräche nach wochenlanger Funkstille wieder auf. Zuvor hatten Montag rund 5000 Klinikärzte in Frankfurt am Main für mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert.

DPA/APN / DPA