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Einstieg ins Kapsel-Geschäft: Coca-Cola setzt auf kalten Kaffee

Mehr als eine Milliarde Dollar lässt sich Coca-Cola den Einstieg in die Kaffeekapsel-Firma "Green Mountain Coffee" kosten. Die Unternehmen planen ein Mischsystem für Kaltgetränke.

Ob es wirklich die berühmte braune Brause sein wird, die künftig aus Plastikkapseln kommt, ist noch nicht klar. Sicher ist jedoch, dass der US-Getränkeriese Coca-Cola ins Geschäft mit Kaffeekapseln einsteigt. Laut einer Mitteilung will der Konzern einen Anteil von zehn Prozent an der US-Firma Green Mountain Coffee Roasters übernehmen, die Kaffeemaschinen und -kapseln herstellt. Derzeit plant sie ein Mischsystem für Kaltgetränke. Coca-Cola will seine Geschmacksrichtungen beisteuern und beim Marktstart helfen. Der Aktienkauf wird laut Coca-Cola rund 1,25 Milliarden Dollar (rund 925 Millionen Euro) kosten. Geplant ist eine Kooperation der beiden Unternehmen über zehn Jahre.

Für Coca-Cola bedeutet das Geschäft den Einstieg in einen weiteren Milliardenmarkt. Green Mountain stellt unter der Marke Keurig sowohl Kaffeemaschinen als auch die dazu gehörigen Kapseln her - sie kann also die Maschinen günstig anbieten und verdient ihr Geld dann mit den Kapseln. Andere Anbieter, die ihre Maschinen nicht selber bauen, müssen sie teurer verkaufen. Alleine im Weihnachtsquartal wurde die Firma 5,1 Millionen Maschinen los. Das neue System für Kaltgetränke wird ebenfalls Kapseln nutzen und "Keurig Cold" heißen. Es wird derzeit entwickelt und soll frühestens Ende dieses Kalenderjahres herauskommen.

Auch ein Trinkwassersprudler ist geplant

Coca-Cola kündigte auch die Entwicklung eines Trinkwassersprudlers durch Green Mountain an, der 2015 auf den Markt kommen soll. Das Unternehmen würde damit in Konkurrenz zur israelischen Marke SodaStream gehen.

Noch muss Coca-Cola auf die Erlaubnis der Kartellbehörden warten, die im März erwartet wird. Die Green-Mountain-Aktie legt nach Bekanntgabe der Pläne im nachbörslichen Handel in New York mehr als 60 Prozent zu. Die Coca-Cola-Papiere stiegen um weniger als ein Prozent. Der Kurs des Rivalen Sodastream fiel an der US-Börse Nasdaq nachbörslich um mehr als 7 Prozent.

car/DPA/AFP / DPA
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