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EINZELHANDEL: Erster Tupperware-Shop eröffnet

Droht den legendären Tupperpartys jetzt das 'Aus' ? Nein, denn in den Shops kann man gleich die nächste Verkaufs-Party bei sich organisieren. Und das Unternehmen erreicht eine neue Zielgruppe.

Seit dem 26. November 2001 ist es soweit: Die Tupperware Deutschland GmbH hat den bundesweit ersten Tupperware-Shop in einem der größten Einkaufszentren Berlins, der Gropius-Passage, eröffnet. Die Besucher werden bis zum 28. Februar 2002 Gelegenheit haben, sich im Shop, der direkt in der Laufzone der Ladenpassage liegt, von Tupperware-Beraterinnen über das Unternehmen und seine Produkte informieren zu lassen, eine Tupperparty zu vereinbaren oder auch die praktischen Plastik-Produkte direkt vor Ort zu erwerben. Angeboten wird eine umfangreiche Auswahl aus dem Sortiment. In den nächsten Monaten sind weitere mehrwöchige Einsätze der mobilen Shops vorgesehen. Dabei wird sich Tupperware bei den Standorten auf große und stark frequentierte Einkaufszentren in Großstädten konzentrieren.

Neue Wege der Präsentation

Tupperware beschreitet mit den Shops einen weiteren Weg, seine Produkte zu präsentieren und neue Interessenten für die Durchführung einer Tupperparty zu gewinnen. Denn so können endlich auch Kontakte zu jener Zielgruppe geknüpft werden, die aus den verschiedensten Gründen bislang über den klassichen Weg der Tupperparty nicht erreicht werden konnten. Durch die direkte Kaufmöglichkeit im Tupperware-Shop können jetzt aber genau diese Menschen ebenfalls zu Kunden werden, so die Überlegung.

Ergänzung zum Direktvertrieb

»Wir sind mit den Tupperware-Shops dort vertreten, wo die Menschen sind, wir gehen aktiv auf sie zu und nutzen damit einen der elementaren Vorteile des Direktvertriebs,« erläutert Franz Xaver Schmidbauer, Präsident von Tupperware Deutschland, das neue Konzept. »Heute erreichen wir über unsere Tupperparties etwa 8 Millionen Haushalte pro Jahr. Eine hohe Zahl, die wir aber noch für steigerungsfähig halten. Der Shop wird damit zu einem der Schlüssel für das Ansprechen neuer Kundenkreise durch unsere Beraterinnen, ohne die klassische Tupperparty, die weiterhin das Herzstück unseres Konzepts bildet, in ihrer Bedeutung zu schmälern.«

Tupperparty bleibt Herzstück

Wie Schmidbauer betont, steht die Tupperparty also nach wie vor im Mittelpunkt des Unternehmenskonzepts. Allen im vergangenen Jahr haben davon mehr als 1,5 Millionen in Deutschland stattgefunden. Wie außerdem Erfahrungen aus den USA und einigen europäischen Ländern zeigen, in denen das Shop-Konzept bereits erfolgreich läuft, hat sich trotz der direkten Kaufmöglichkeit von Produkten in Tupperware-Shops die Zahl der Parties sowie deren Besuch in der jeweiligen Region nicht verringert. Ganz im Gegenteil: im Umfeld der Shops wurde ein steigende Zahl registriert. Die Buchungen für diese zusätzlichen Tupperparties erfolgten zum größten Teil in den jeweiligen Shops vor Ort. Und für noch etwas sind die neuen Shops gut: Viele der neuen Gastgeberinnen für die Parties werden ebenfalls dort gefunden.

Karin Spitra

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