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Epidemie: Wirtschaftswachstum in Asien durch SARS beeinträchtigt

Die Ausbreitung der lebensgefährlichen Lungenentzündung SARS in Asien wird das Wachstum in der Region nach Einschätzung der Bank BNP Paribas Peregrine um 0,4 bis 1,5 Prozent mindern.

Die Ausbreitung der lebensgefährlichen Lungenentzündung SARS in Asien wird das Wachstum in der Region nach Einschätzung der Bank BNP Paribas Peregrine um 0,4 bis 1,5 Prozent mindern.

Sowohl der Tourismus als auch die Konsumausgaben würden einen Dämpfer erleiden, teilte die französische Bank am Dienstag mit. Besonders betroffen von den wirtschaftlichen Folgen der Krankheit werde Hongkong sein, hatte die Bank in einem Bericht am Montag erklärt. Wegen der Lungenentzündung werde vermutlich auch der Hongkong Dollar unter Druck geraten. Volkswirte der Deutschen Bank hatten ebenfalls die Erwartung geäußert, die Krankheit könne das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Hongkong um 0,4 Prozent und die Umsätze in Einzelhandel und Hotellerie um zwei beziehungsweise fünf Prozent schmälern.

Für Singapur senkte BNP die Wachstumserwartungen für 2003 auf 2,5 Prozent von zuvor vier Prozent. Da wegen der Furcht vor einer Ansteckung immer mehr Leute zu Hause blieben, könnten bestimmte Wirtschaftszweige in Asien jedoch auch Zuwächse verbuchen, teilte BNP weiter mit. Dazu gehörten Supermärkte, die pharmazeutische Industrie, Zeitungsverlage sowie Fernsehsender. In Hongkong waren nach Ausbruch der Krankheit bereits mehrere Konzerte sowie Konferenzen abgesagt worden. Die Belegungsrate der Hotels sank bereits um 20 Prozent.

Bislang sind weltweit 62 Menschen am Schweren Akuten Atemwegssyndrom (SARS) gestorben, davon 15 in Hongkong und vier in Singapur. Rund 1.700 Menschen sind mit der Krankheit infiziert.