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Ernährung: Grüne fordern Verbot für Süßigkeitenwerbung

Haribo macht Kinder froh? Nicht mehr lange - jedenfalls wenn es nach den Grünen geht. Die wollen TV-Werbung für Süßigkeiten im Umfeld von Kindersendungen am liebsten verbieten, wie Fraktionschefin Renate Künast jetzt in einem Interview gefordert hat.

Die Grünen setzen sich dafür ein, Süßigkeiten zumindest im Umfeld von Kindersendungen im Fernsehen mit einem Werbeverbot zu belegen. Im Gespräch mit der "Rheinischen Post" begründete Bundestagsfraktionschefin Renate Künast die Forderung mit dem Übergewicht vieler Mädchen und Jungen. "Das aggressive Werbegeschäft gegenüber Kindern bis zwölf Jahren gehört verboten", wird Künast zitiert. Lebensmittelwerbung, die ja meist Süßigkeiten-Werbung sei, habe im Umfeld von Kindersendungen nichts zu suchen.

Zugleich setzte sich Künast für die Einführung eines Fachs "Ernährung" in der Schule ein. " Gemessen an der Vorgabe, dass die Kinder fürs Leben und nicht für die Schule lernen sollen, brauchen wir auch eine Ernährungs- und Verbraucherbildung", sagte Künast in der "Rheinischen Post". Kinder sollten nicht nur wissen, wie das Internet und Autos funktionieren, sie sollten den eigenen Körper kennen."

APN / APN