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Feuerwehrmann und Diplomat: Robert Dudley soll Tony Hayward als BP-Chef ablösen

Die Tage von Tony Hayward als Chef von BP sind gezählt. Noch am Montagabend soll bei einem Treffen des Direktoriums in London der Abgang des wegen der Ölpest im Golf von Mexiko stark in die Kritik geratenen Managers besiegelt werden.

Der Job wird kein Zuckerschlecken: Egal wer den glücklosen Tony Hayward an der Spitze des britischen Ölgiganten BP ablöst - er steht vor einem Trümmerberg. Selbst wenn die horrenden Kosten der wohl größten Umweltkatastrophe in der Geschichte Nordamerikas den Konzern nicht in die Knie zwingen - sein Ruf ist ruiniert und nicht über Nacht wiederherzustellen. Zu breit ist der Ölteppich, zu heftig ist die Wut der Golf-Anrainer, zu groß die Zahl derer, die BP in Zukunft am liebsten jegliche Aktivität in den USA verbieten würden.

An 85 Tagen flossen insgesamt geschätzte 184 Millionen Liter Öl ins Meer. Den Konzern erwarten Bußgelder der US-Regierung sowie ungezählte Gerichtsverfahren. Der Börsenwert des Unternehmens hat sich seit April um 77 Milliarden Dollar verringert, Analysten fürchteten gar eine feindliche Übernahme.

Haywards Nachfolger muss daher an aller erster Stelle eines: aufräumen, beschwichtigen, überzeugen. Und verändern. Er muss die Löcher flicken, die das Desaster in die Beziehungen zu zahlreichen Partnern entlang der Küste am Golf von Mexico gerissen hat. Er muss die US-Regierung wie auch die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass BP zukünftig keine Gefahr für die Region, für die dortige Wirtschaft, für Anwohner und nicht zuletzt die Natur darstellt. Und er muss die zahlreichen Aktionäre beruhigen, die misstrauischer denn je sind. Wie und ob ein Mann allein das schaffen kann, bleibt fraglich.

Umwelt- und PR-Katastrophe zugleich

Als heißer Kandidat gehandelt wird Robert Dudley, der Hayward im Juni als BP-Krisenmanager ablöste. Feuerwehrmann und Diplomat zugleich - die Wahl des Amerikaners wäre nur logisch. Eines hat Dudley, der in Mississippi aufwuchs, dem bisherigen Konzernchef auf jeden Fall voraus: Ausrutscher in der Krisen-PR hat sich der 55-Jährige bisher nicht geleistet. Anders Hayward, der auf dem Feld der missglückten Unternehmenskommunikation als leuchtendes Beispiel gilt. Den vielleicht schädlichsten Kommentar brachte der Pannen-Chef im vergangenen Mai. Während sich die Golf-Bewohner mit der Säuberung von öltriefenden Stränden abmühten, sagte er, sichtlich geschafft: "Ich will mein Leben zurück."

Der erwartete Rücktritt zeugt jedoch auch von einer gewissen Tragik. Hayward war 2007 angetreten, um eben solch einen Super-Gau zu verhindern. Der 52-Jährige sollte die Unfall- und Pannenserie, die BP unter Vorgänger John Browne erschüttert hatte, beenden und die Unglücksursachen - Schlamperei und Sparmaßnahmen - ausmerzen. 2005 waren bei der Explosion einer BP-Raffinerie in Texas 15 Mitarbeiter ums Leben gekommen. Ein Jahr später flossen im größten Ölfeld Alaskas fast eine Million Liter Öl aus einer durchgerosteten Pipeline.

"Härter und schonungsloser"

Diese Aufgabe wird nun Haywards Nachfolger bewältigen müssen. Nach Meinung von Fadel Gheit, Analyst der Investmentbank Oppenheimer & Co, muss der zukünftige Boss nicht nur die Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens von Grund auf erneuern, sondern auch die bisherige Führungselite durch eine neue Generation von verantwortungsbewussten Managern ersetzen. "Er wird härter und schonungsloser durchgreifen müssen", sagt Gheit. Das schlimmste wäre es, würden die BP-Mitarbeiter zu ihrer alten Routine zurückzukehren.

Eine Tatsache dürfte dem neuen BP-Chef jedoch das Einsammeln der Scherben erleichtern: Er wird ein Unternehmen übernehmen, das in finanzieller Hinsicht alles andere als schlecht dasteht. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Taschen des Konzerns tief genug sind, um sowohl den Golf von Mexico als auch seinen eigenen beschädigten Ruf saubermachen zu können. Seine weltweiten Geschäfte wie auch der Verkauf von Vermögenswerten sollten dem Energieriesen in diesem Jahr bei gleichbleibenden Ölpreisen Milliarden Dollar einbringen.

Am (morgigen) Dienstag dürfte der Konzern keine schlechte Bilanz für das zurückliegende Quartal vorlegen: Der Gewinn wird bei rund 4,7 Milliarden Dollar erwartet, der Umsatz bei 72,6 Milliarden Dollar

APN/Reuters / Reuters
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?