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Finanzkrise: Citigroup kauft Jet für 50 Millionen Dollar

Die US-Regierung musste der Citigroup mit 45 Milliarden Dollar unter die Arme greifen. Jetzt will die Großbank sich trotz ihrer schlechten finanziellen Situation für ihre Manager offenbar einen neuen Firmenjet kaufen - für 50 Millionen Dollar.

Die US-Großbank Citigroup will sich trotz ihrer desolaten finanziellen Lage Kreisen zufolge für 50 Millionen Dollar einen neuen Firmenjet zulegen. Die Bank habe das Flugzeug des französischen Typs Dassault Falcon 7X vor zwei Jahren bestellt und wolle es Ende des Jahres übernehmen, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Montag. Eine Stornierung hätte die Bank mehrere Millionen Dollar Strafe gekostet, sagte die Person zudem.

Citigroup, der die US-Regierung mit 45 Milliarden Dollar unter die Arme gegriffen hatte, wollte die Angaben nicht kommentieren. Die Bank unterstrich jedoch, dass es strenge Unternehmensregeln zum Einsatz der Firmenjets gebe und die Manager aufgerufen seien, wann immer möglich Linienflüge zu buchen, um Geld zu sparen.

Der "New York Post" zufolge will die Citigroup zwei ältere Dassault-Maschinen für jeweils 27 Millionen Dollar verkaufen. Carl Levin, demokratischer Senator für Michigan, rief das US-Finanzministerium umgehend auf, den Kauf des Flugzeugs zu prüfen. "Der Citigroup den Kauf eines Nobelflugzeugs - und dann auch noch ein ausländisches Fabrikat - zu erlauben, während die US-Autobauer ihre Jets verkaufen müssen, ist lächerlich und scheinheilig."

Die Chefs der Detroiter Autobauer GM, Ford und Chrysler hatten Ende des Jahres für Furore gesorgt als sie zu einer Anhörung vor dem Kongress in Washington, bei der sie um Milliardenhilfen des Staates warben, mit Privatjets anreisten.

Reuters / Reuters
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