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Essen nicht gezahlt: Citigroup: Top-Banker wohl wegen Sandwich-Klau in der Kantine suspendiert

Ein Top-Trader der Citigroup ist beurlaubt worden, weil er in der Kantine das Essen nicht bezahlt haben soll. Schätzungen zufolge soll der Banker zuletzt mehr als eine Millionen Euro im Jahr verdient haben. 

Essen in einer Kantine

Ein Top-Banker soll Essen in der Kantine nicht bezahlt haben (Symbolbild).

Getty Images

Nach nicht einmal zwei Jahren Firmenzugehörigkeit hat die Citigroup in London einen ihrer Top-Trader suspendiert. Der Banker Paras Shah hatte bis dahin eine steile Karriere hingelegt: Sieben Jahre war der 31-Jährige für die britische Großbank HSBC tätig und wechselte 2017 als Chef-Trader für hochverzinste Anleihen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika zur Citigroup. Sein Jahresgehalt beläuft sich Schätzungen zufolge auf rund 1,2 Millionen Euro.

Die Bank hat Shah im Januar freigestellt. Nun wollen britische Medien erfahren haben, was der Grund für diesen Schritt war: Der Banker soll in der Kantine geklaut haben. Der "Financial Times" bestätigten vier Personen aus Shahs Umfeld, dass dieser sein Mittagessen in der Kantine der Firmenzentrale nicht bezahlt hat. Laut der "Daily Mail" soll der Banker regelmäßig Sandwiches eingesteckt haben. In welchen Mengen und wie lange der Banker Essen unbezahlt aus der Kantine mitgenommen haben soll, ist nicht bekannt. 

Familie des Citigroup-Bankers macht sich Sorgen

Inzwischen hat sich ein Cousin von Shah zu Wort gemeldet. "Die Familie hat versucht, mit Paras Kontakt aufzunehmen, aber er reagiert nicht auf unsere Anrufe", so Dinesh Shah zur "Daily Mail". Die Familie sei in Sorge, daher sei er auch zum Haus seines Cousins gefahren. Doch die Tür blieb verschlossen. "Offensichtlich will er mit niemandem darüber sprechen, was passiert ist." Die Familie sei inzwischen sehr verärgert, so der Cousin weiter. "Paras kommt aus einer sehr guten Familie und das ist nicht die Art von Verhalten, die wir erwarten." 

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Selbst wenn Shah tatsächlich sein Essen in der Kantine nicht bezahlt haben sollte, mag die Beurlaubung drastisch erscheinen. Doch die Londoner Finanzaufsicht führt ein strenges Regiment und erwartet, dass sich gerade die Top-Manager vorbildlich verhalten. Tun sie das nicht, fallen die Strafen überraschend hart aus. So wurde im Jahr 2016 ein Trader der japanischen Mizuho Bank rausgeworfen, weil er ein Fahrradteil eines Kollegen entwendet hatte, das lediglich einen Wert von umgerechnet sechs Euro gehabt haben soll, berichtet der "Focus".

Weder die Citigroup, noch der Shah selbst wollten sich bislang zu den Vorwürfen äußern. 

kg