Finanzkrise Dax stürzt ab, Dow Jones schließt im Minus


Die Senkung der Leitzinsen durch die führenden Notenbanken hat der Frankfurter Börse nur eine kurze Pause verschafft. Der Dax schloss auf dem tiefsten Stand seit November 2005. Auch die Wall Street geriet erneut in schweres Fahrwasser.

Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch trotz einer gemeinsamen Zinssenkung der sechs führenden Notenbanken abermals eingebrochen. Der Dax schloss mit einem Minus von 5,9 Prozent bei 5013 Zählern. Das ist der tiefste Stand seit November 2005. Am Vormittag war der Leitindex zunächst um mehr als acht Prozent bis auf 4870 Zähler abgerutscht. Nach der Leitzinssenkung erholten sich die Kurse kurzzeitig, bevor sie wieder in den Keller rauschten.

Der M-Dax verlor 4,8 Prozent auf 5704 Punkte. Der TecDax fiel um fast sieben Prozent auf 534 Zähler.

Der Vertrauensverlust in die Finanzmärkte sei so groß, dass auch die konzertierte Aktion der führenden Notenbanken keine schnelle Stimmungsänderung am Markt erreicht habe, sagte Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baaderbank. Trotzdem wertete er die Entscheidung der Notenbanken positiv: "Endlich ist der Ernst der Lage begriffen."

In den USA schickte die überraschende Zinssenkung die Kurse am Mittwoch auf eine Achterbahnfahrt. Nach dem kräftigen Auf und Ab schlossen die Indices letztlich aber deutlich im Minus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte rutschte zum Handelsschluss zwei Prozent in die Tiefe auf 9256 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 1,1 Prozent niedriger bei 984 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent und ging mit 1740 Punkten aus dem Handel.

DPA DPA

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