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Billig produzierte Kindersachen: Giftige Schnuller und klapprige Karren: Diese Produkte sind lebensgefährlich

Ob Erstickungsgefahr, Verletzungsrisiko oder Gift im Material: Die EU-Kommission hat im vergangenen Jahr bei Hunderten Kinder-Produkten Alarm geschlagen. Die meisten Artikel stammten aus China.

Schnuller

Gefährliche Schnuller: Das "I Love My Mommy"-Modell aus Taiwan war mit Peroxiden und anderen gesundheitsgefährdenden Stoffen belastet. Der Auchan-Schnuller aus Litauen (rechts) besteht aus Komponenten, die sich lösen und verschluckt werden können. Beide Produkte wurden vom Markt genommen.

Die EU-Kommission hat aktuelle Zahlen zu gefährlichen Produkten in Europa veröffentlicht. Demnach lösten im Jahr 2015 mehr als 2000 Artikel EU-weiten Alarm aus. Exakt 2072 Warnungen registrierte das europäische Schnellwarnsystem Rapex, in dem die Mitgliedstaaten Produktwarnungen veröffentlichen können. Fast zwei Drittel der gemeldeten Produkte stammten aus China.

Von billig produzierten Kindersachen geht dabei wie schon in den Vorjahren die größte Gefahr aus: 27 Prozent aller Warnungen betrafen Spielzeug, gefolgt von Kleidung, Textilien und Modeartikeln (17 Prozent).

Das größte Problem ist die Verwendung verbotener Chemikalien: Modeschmuck war häufig mit Schwermetallen belastet, Spielzeug mit verbotenen Weichmachern. Bei Kinder-Produkten bestand aber auch vielfach die Gefahr, dass Kinder Kleinteile verschlucken, sich strangulieren oder auf andere Weise verletzen. Einige Produktbeispiele zeigt unsere Fotostrecke.

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