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General Motors: Gläubiger zweifeln an Sanierungsplan

Gerade noch hat General Motors positive Signale an Opel ausgesendet, doch die könnten nun wieder zunichte gemacht werden. Die Gläubiger befürchten, im Fall einer Pleite leer auszugehen, weil sie zwei Drittel ihrer Forderungen in GM-Aktien eintauschen sollen. Jetzt attackieren sie den Sanierungsplan.

Gläubiger des Autokonzerns General Motors (GM) fürchten um ihr Geld: GM setze zu sehr auf eine rasche Erholung des Automarkts, warnten die Kapitalgeber in einem Brief an US-Finanzminister Timothy Geithner und die Auto-Kommission (Task Force) der Regierung. Die Geldgeber sollen auf Wunsch der Regierung zwei Drittel ihrer Forderungen in Aktien des Autobauers eintauschen und rechnen damit, im Fall eines Bankrotts ihr Geld zu verlieren.

Es sei unklar, ob der Sanierungsplan GM tatsächlich vor der Insolvenz bewahren könne, heißt es in dem von US-Medien veröffentlichten Brief. Auch die Arbeitnehmerseite soll für weitere Zugeständnisse Anteile am Konzern bekommen, erzielte darüber aber bisher keine Einigung mit GM.

Der Autobauer muss der US-Regierung laut dem bisherigen Zeitplan bis zum 31. März sein endgültiges Sanierungskonzept vorlegen. Auf dieser Basis will Präsident Barack Obama über Staatshilfen von insgesamt bis zu 30 Milliarden Dollar entscheiden. Die Bundesregierung hat eine mögliche Unterstützung für Opel ebenfalls vom konkreten Rettungsplan des US-Konzerns abhängig gemacht.

DPA / DPA