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General Motors: Hoffnungsschimmer trotz 1,2 Milliarden Verlust

Ein Verlust von 1,2 Milliarden Dollar in nur drei Monaten lässt General Motors auf bessere Zeiten hoffen. Der Opel-Mutterkonzern sieht sich auf einem guten Weg, da das Minus in den vergangenen drei Monaten deutlich niedriger war als befürchtet. Zudem stieg der Umsatz deutlich an.

Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) sieht nach seinem Neustart wieder Licht am Ende des Tunnels. Nach dem Abschluss des Insolvenzverfahrens schrieb der größte US-Autobauer im dritten Quartal zwar noch immer ein Minus von 1,2 Milliarden Dollar (802 Millionen Euro). Der Verlust war aber kleiner als von vielen Experten geschätzt.

GM will nun den Schuldenabbau mit Raten in Milliardenhöhe beginnen. Die Rückzahlungen starten damit weit früher als erwartet.

Deutlich höherer Umsatz

Der Umsatz lag im dritten Quartal bei 28 Milliarden Dollar. Das waren fünf Milliarden Dollar mehr als im zweiten Quartal. Die Zahlen sind wegen des Insolvenzverfahrens aber nur schwer vergleichbar. Der Verlust könnte zudem noch bestimmte Sondereffekte ausklammern.

Seit Anfang 2005 hatte der US-Hersteller Verluste von mindestens rund 90 Milliarden Dollar angehäuft. Der Konzern war mit Staatshilfen von mehr als 50 Milliarden Dollar vor dem Untergang gerettet worden.

Opel-Hilfen bis Ende November zurückgezahlt

Trotz des Verlustes will der US-Autobauer seine Schulden bei den USA und bei Kanada schneller als zunächst geplant zurückzahlen. Eine erste Rate von 1,2 Milliarden Dollar solle im Dezember überwiesen werden, teilte der Opel-Mutterkonzern weiter mit. Er bekräftigte zudem, die Staatshilfen für Opel fristgerecht im November vollends zu begleichen. Der Schuldenstand lag bis Ende September bei 17 Milliarden Dollar.

Den Weltmarktanteil bezifferte GM auf 11,9 Prozent. Für 2010 geht das Unternehmen auf dem US-Markt branchenweit von einem Absatz von elf bis zwölf Millionen Fahrzeugen aus. Anfang November war GM überraschend vom geplanten Verkauf von Opel abgerückt und hatte angekündigt, den Rüsselsheimer Autobauer wegen der verbesserten Lage beim Mutterkonzern nun doch behalten zu wollen.

DPA/Reuters / DPA / Reuters