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Klage wegen Vertragsbruch: Heckler & Koch hat wieder Ärger mit seiner Wunderwaffe

Zusammen mit dem US-Rüstungskonzern Orbital ATK sollte der deutsche Waffenhersteller Heckler & Koch die Hightech-Waffe XM-25 entwickeln. Nun hat der US-Konzern seinen deutschen Partner jedoch wegen Vertragsbruchs verklagt.

Granatwerfer von Heckler & Koch:

Granatwerfer von Heckler & Koch: Der XM-25 ist eben noch tragbar, bindet aber einen Mann in der Gruppe.

Für die baden-württembergische Waffenschmiede Heckler & Koch sollte es ein zukunftsweisendes Projekt sein: Gemeinsam mit dem in Virginia ansässigen US-Rüstungskonzern Orbital ATK sollte es für das US-Verteidigungsministerium die Hightech-Waffe XM-25, martialischer Spitzname: "Punisher" (zu deutsch: "Bestrafer"), entwickeln.

Doch bereits in der jüngeren Vergangenheit kam es bei der Entwicklung des Gewehres immer wieder zu Rückschlägen

Nun folgt aus deutscher Sicht der nächste Nackenschlag: Orbit ATK fordere Schadenersatz in Höhe von mehr als 27 Millionen Dollar (25 Mio Euro), teilte Heckler & Koch in einer Pflichtmitteilung an die Finanzwelt mit. Die Klageschrift des US-Unternehmens wurde bereits am 26. Januar bei einem US-Gericht in Minnesota eingereicht. 

Ein Video stellt die Funktionsweise der neuartigen Waffe vor:

Heckler & Koch weist Anschuldigungen zurück

Orbit ATK will die Deutschen per richterlicher Verfügung zur Herausgabe geschützter Urheberrechte zwingen lassen, um den Auftrag mit einem anderen Partner fertigstellen zu können. Die Deutschen hätten ihren vertraglich vereinbarten Part nicht erfüllt, so der Vorwurf des US-Konzerns. Deshalb habe man die Partnerschaft im Januar aufgekündigt. Heckler & Koch wies die Anschuldigungen "auf Basis der vorliegenden Informationen" in allen Punkten zurück. Allerdings sei die Klageschrift vom Gericht noch nicht formal zugestellt worden.


rös / dpa