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Möbelhauskette im Umbruch: Ikeas neue Strategie: Warum Kunden bald mehr für Möbel ausgeben müssen

Ikea krempelt die eigene Marke um: Die blauen Tüten verschwinden, dafür kommen Fahrräder ins Programm. Doch es ändert sich noch viel mehr. Auch die Preise für Betten, Schränke und Co. können steigen - weil die Kunden das wollen.

Ikea: Zukunft des Möbelhauses

So will Ikea fit für die Zukunft werden.

Ikea baut um: Die schwedische Möbelhauskette will sich fit für die Zukunft machen. In den vergangenen Wochen wurden Ikea-Fans bereits überrascht. Zunächst kündigten die Schweden ein Fahrrad an, das bald in den Filialen verkauft wird. Dann gaben sie bekannt, dass es die blaue Tüte nicht mehr geben soll. Doch diese Eingriffe sind nur Kleinigkeiten, denn der weltgrößte Möbelverkäufer hat noch viel tiefgreifendere Änderungen in Planung.

Ikea-Kunden werden älter - und zahlungskräftiger

Wie die "Bild-Zeitung" berichtet, will Ikea künftig nicht mehr nur Billig-Möbel verkaufen. Der Grund dafür: Die Kunden, die schon vor Jahrzehnten bei Ikea eingekauft haben, sind älter geworden. Die Studenten von früher haben nun Jobs - und stellen höhere Ansprüche an Möbel. Dennoch sind sie mit der Marke Ikea groß geworden. "Die Kunden verlangen von uns mehr Qualität", sagte Ikea-Boss Peter Agnefjäll der Agentur Reuters. Konkret bedeutet das für Ikea, dass das Billig-Image zumindest nicht mehr ausschließlich auf Ikea anwendbar ist. 

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Spagat bei den Zielgruppen

Für Ikea sind hochwertigere Möbel mit höherem Preis ein Spagat. Zum einen können sie zwar die ältere und zahlungskräftigere Kundschaft halten, doch die jungen Kunden mit schmalem Geldbeutel will das Unternehmen ebenfalls als Zielgruppe ansprechen.

Höhere Qualität zum vernünftigen Preis - für diese Idee hat Ikea eine Lösung entdeckt, berichtet die "Bild-Zeitung". Und zwar bei der Automobilindustrie. Dort gibt es Baukastensysteme. Das senkt die Produktionskosten und erhöht die Effizienz. Ikea könnte eben genau dieses System bei der Herstellung von Matratzen und Sofa einsetzen. Aber auch Garderoben sind perfekt für Baukastensysteme. Bereits 2017 sollen die neuen Möbel in die Filialen kommen. Ikea-Chef Agnefjäll hofft mit der Systemlösung und den hochwertigeren Bauteilen neue Kunden zu locken.

Seit Jahren schrauben die Schweden an der Zukunft des Möbelriesen herum. Kleinere Läden in Innenstadtlage, Online-Shop und neue Produkte sollen den Konzern fit für die Zukunft machen. 

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