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Einkünfte veröffentlicht: Ivanka Trump und Jared Kushner: So viel verdienen die Präsidenten-Berater nebenbei

Neben ihren Beraterposten für US-Präsident Donald Trump verdienen Tochter Ivanka und deren Mann Jared Kushner Millionen mit ihren Geschäften. Die Einnahmen sind zuletzt aber wohl deutlich zurückgegangen, wie aktuelle Dokumente zeigen.

Ivanka Trump und Jared Kushner in Westminster Abbey

Ivanka Trump und Jared Kushner bei ihrem Besuch mit US-Präsident Donald Trump in Westminster Abbey, London

AFP

Donald Trumps Tochter Ivanka und deren Ehemann Jared Kushner sind die engsten Vertrauten des US-Präsidenten. Schwiegersohn Kushner ist Chefberater und Sonderberater für den Nahost-Konflikt. Ivanka ist offizielle "Assistentin" des Präsidenten, hat ein eigenes Büro im Weißen Haus und vertritt ihn auch schon mal am Verhandlungstisch.

Zumindest Ivanka übt den Job für den Vater unentgeltlich aus, was ihr aber nicht sonderlich weh tun dürfte. Denn neben ihren umtriebigen Aktivitäten für die Regierung Trump verdient das Präsidentenberaterpaar nach wie vor viele Millionen mit sonstigen geschäftlichen Aktivitäten. Offizielle Finanzunterlagen, die am Freitag öffentlich gemacht wurden, zeigen, dass das Paar im Jahr 2018 zwischen 29 und 135 Millionen US-Dollar verdiente, wie US-Medien berichten. Kushner ist ein Immobilien-Mogul, Ivanka arbeitete früher unter anderem als Modedesignerin und Model.

Allerdings: Die Präsidentschaft von Vater Donald scheint auf die Finanzen der Beiden keine guten Auswirkungen zu haben. Die genaue Summe der Einkünfte geht aus den Papieren zwar nicht hervor, der Verdienst lag aber wohl deutlich niedriger als noch im ersten Jahr der Trump-Präsidentschaft: 2017 hatten die gemeldeten Einkünfte des Ehepaars Ivanka/Kushner noch in der Spanne zwischen 82 und 222 Millionen Dollar gelegen. 

Ivanka Trumps Label ging pleite

Die Einkommenseinbußen resultieren unter anderem daraus, dass Ivanka im vergangenen Jahr ihr Modelabel wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten dichtmachen musste. Auch Kushners Einnahmen aus dem – teils umstrittenen – Immobilienbusiness gingen zurück, wobei er einen Teil des Geschäfts lediglich an einen Trust verschob, den seine Mutter kontrolliert. Kushner war in der Vergangenheit kritisiert worden, dass seine Firma geschäftliche Beziehungen in Regionen unterhält, in denen er als Präsidentenberater politisch aktiv ist.

Dass ein Präsident Trump die Geschäfte der eigenen Familie behindern kann, mussten auch Trumps Söhne Eric und Donald Junior erfahren: Sie mussten ein Immobiliengroßprojekt begraben und damit auch ihre Pläne für zwei neue Hotelketten auf Eis legen. Auch der Umsatz in Trumps berühmtem Florida-Golfresort Mar-a-Lago sei um zehn Prozent zurückgegangen, schreibt die Washington Post. Immerhin: Das Trump International Hotel in Washington, in dem Republikaner und Lobbyisten wohl nicht nur wegen der räumlichen Nähe zum Weißen Haus gerne absteigen, läuft bestens. Es brachte Ivanka 2018 einen Anteil von vier Millionen Dollar ein.

Finanzielle Sorgen muss sich Ivanka wohl sowieso nicht machen. Der Wert der Immobilienbeteiligungen und sonstigen Investments des Paars Trump/Kushner lag den aktuellen Zahlen zufolge trotz leichten Rückgangs immer noch bei bis zu 786 Millionen Dollar.

Quellen: New York Times / Washington Post

bak