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Alibaba-Gründer Jack Ma: Verschwundener Milliardär meldet sich per Videobotschaft

Alibaba-Gründer Jack Ma galt als chinesischer Vorzeigeunternehmer - dann verscherzte er es sich mit der politischen Führung
Alibaba-Gründer Jack Ma galt als chinesischer Vorzeigeunternehmer - dann verscherzte er es sich mit der politischen Führung
© Philippe Lopez / AFP
Jack Ma kritisierte die chinesische Obrigkeit - und verschwand von der Bildfläche. Nun gibt es von Chinas reichstem und prominentestem Unternehmer das erste Lebenszeichen seit Monaten.

Erstmals seit Ende Oktober ist der chinesische Milliardär Jack Ma wieder öffentlich in Erscheinung getreten. Chinesische Staatsmedien verbreiteten am Mittwoch eine Video-Botschaft des 56-Jährigen, mit der er sich den Berichten zufolge an 100 Lehrer im ländlichen Raum richtete. Ma kündigte in dem Video an, sich noch mehr als bislang für karitative Zwecke einsetzen zu wollen.

"Ich habe in diesen Tagen gemeinsam mit meinen Kollegen gelernt und nachgedacht. Wir sind nun noch entschlossener, uns Bildung und Wohltätigkeit zu widmen", wurde Ma in seiner Ansprache anlässlich einer jährlichen Veranstaltung seiner Stiftung zitiert. 

Seit Ende Oktober abgetaucht

Der Gründer des chinesischen Online-Giganten Alibaba war seit Ende Oktober nicht mehr öffentlich aufgetreten, seit er in einer Rede die chinesischen Regulatoren scharf kritisiert hatte. Im Anschluss hatte es Spekulationen über das Verschwinden von Ma gegeben.

Anfang November stoppten die Behörden den geplanten Börsengang der Alibaba-Finanztochter Ant Group mit Verweis auf neue Regeln. Es hätte der größte Börsengang aller Zeiten werden sollen. Auch an anderer Front geriet Alibaba ins Kreuzfeuer, das nun auch noch wegen unterstellter Monopolvergehen von der chinesischen Kartellbehörde untersucht wird.

Mehr Hintergründe zum Fall Jack Ma lesen Sie hier: Wo steckt Jack Ma? Wie China den reichsten Mann des Landes kaltstellt

bak DPA

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